Blütenzauber in Doren

Heimat / 02.06.2023 • 16:37 Uhr
Familie Heinzle in Doren stellt am Samstag und Sonntag ihre beiden prachtvollen Gärten zur Schau.
Familie Heinzle in Doren stellt am Samstag und Sonntag ihre beiden prachtvollen Gärten zur Schau.

Die schönsten Gärten der Bodenseeregion können besichtigt werden.

Doren Derzeit findet das Festival „Vom Blütenzauber der Bodenseegärten“ statt, bei dem sich den Besucherinnen und Besuchern die unterschiedlichsten Gärten im Bodenseeraum präsentieren.

Neben dem Privatgarten der Heinzles kann auch das Gemeinschaftsgartenprojekt „Acker 12“ besichtigt werden.
Neben dem Privatgarten der Heinzles kann auch das Gemeinschaftsgartenprojekt „Acker 12“ besichtigt werden.

Als Ausstellende sind auch Bria und Christoph Heinzle dabei, die in Doren ihren prachtvollen Hausgarten „Pflanzen Stein-Reich“ und den Gemeinschaftsgarten „Acker 12“ am Samstag, 3. und Sonntag, 4. Juni zur Schau stellen.

Die Gärten sind ein wahres Paradies für Tiere aller Arten.
Die Gärten sind ein wahres Paradies für Tiere aller Arten.

Sieben Jahre Gartengestaltung

Auf der Gemeindestraße Kirchdorf in Doren steht das Haus der Familie Heinzle, das im Jahr 2010 komplett abgebrannt ist. Eine Steinwüste blieb zurück. Aus den Trümmern sprossen wieder Pflanzen. „Das war unsere Inspiration für den Wiederaufbau des Gartens“, erzählt Hausbesitzer Christoph Heinzle.

Ein Teich spendet Vögeln und Insekten in der Hitze des Sommers Abkühlung.
Ein Teich spendet Vögeln und Insekten in der Hitze des Sommers Abkühlung.

Ganze sieben Jahre brauchte es, bis das Ehepaar ihr Kleinod hinter dem Haus fertiggestellt hatte. Aus den alten Sandsteinen errichteten sie Trockenmauern, Wege und einen Teich, die dem Garten seine kreisförmige Gestalt verleihen.

Im Gemeinschaftsgarten befindet sich ein eigens errichtetes „Sandarium“, ein mit Sand und Totholz gespicktes Refugium für Erdhummeln und andere Insekten.
Im Gemeinschaftsgarten befindet sich ein eigens errichtetes „Sandarium“, ein mit Sand und Totholz gespicktes Refugium für Erdhummeln und andere Insekten.

Zirkusschule und Gartenaffinität

Den Mittelpunkt des Gartens bildet die „Arena“, denn Heinzle betreibt auch eine Zirkusschule. Gartenaffin seien er und seine Frau schon immer gewesen. Doch das viele Herumreisen ließ kaum Zeit dafür. Mit dem Alter sei er sesshaft geworden, erklärt der 60-Jährige. Dadurch blieb auch die Zeit, sich dem Gartenprojekt zu widmen.

Gartenbesitzer Christoph Heinzle wurde im Alter sesshaft und nutzte die neu gewonnene Zeit zur Gestaltung seines Gartenparadieses.
Gartenbesitzer Christoph Heinzle wurde im Alter sesshaft und nutzte die neu gewonnene Zeit zur Gestaltung seines Gartenparadieses.

Aus der einstigen Steinwüste erblühte mit harter Arbeit und viel Herzblut ein mehrfach ausgezeichnetes Gartenparadies. Auch der gegenüberliegende Gemeinschaftsgarten „Gemeinsam säen – gemeinsam ernten“ ist durch die Heinzles entstanden.

Neben der Pflanzenvielfalt können die Besucher in den Gärten auch verschiedene Kunstobjekte bestaunen.
Neben der Pflanzenvielfalt können die Besucher in den Gärten auch verschiedene Kunstobjekte bestaunen.

Ein Fest für die Sinne

Dieser Gemeinschaftsgarten ist ein Fest für die Sinne und ein Paradies ökologischer Vielfalt. Denn es wächst, blüht, kreucht, fleucht und summt – Insekten und andere Tiere sind willkommen und nutzen das vielfältige Angebot.

Als das Haus der Familie Heinzle 2010 abbrannte, bauten sie aus den Überresten ihren Garten wieder auf. Der Prozess nahm sieben Jahre in Anspruch.
Als das Haus der Familie Heinzle 2010 abbrannte, bauten sie aus den Überresten ihren Garten wieder auf. Der Prozess nahm sieben Jahre in Anspruch.

Zum Beispiel gibt es ein eigens errichtetes „Sandarium“, ein mit Sand und Totholz gespicktes Refugium für Erdhummeln und andere Insekten. Eine kleine Streuobstwiese säumt den Garten, darunter befindet sich eines der Steckenpferde von Heinzle, ein Experimentierfeld: Er propfte einen Apfel- auf einen Birnbaum. Auch Kunst kann in den Gärten der Heinzles bestaunt werden. So schaut zum Beispiel ein blaues Erdmännchen aus den Büschen hervor.

Die Gärten können am 3. und 4. Juni von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden.
Die Gärten können am 3. und 4. Juni von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden.

Wer die Gärten der Familie Heinzle besuchen und genießen möchte, ist am Samstag und Sonntag, 3. und 4. Juni, von 10 bis 18 Uhr herzlich dazu eingeladen. Führungen finden an beiden Tagen um 14 Uhr kostenlos statt. VHA