Der Nachwuchs zeigt, was er kann

Derzeit finden wieder die Maturavorprüfungen in Form traditioneller Prüfungsessen an der HLT Bezau statt.
BEZAU Während für die meisten Maturaklassen die Reifeprüfungen ins Finale gehen, beginnt auch für vierte Klassen von Tourismusschulen der Maturastress, denn für diese Schülerinnen und Schüler sind Vorprüfungen in Küche und Service angesagt. Noten, die dann auch im kommenden Jahr ins Maturazeugnis kommen.

Ein sehr wertvoller Kontakt
„Für uns ist diese Vorprüfung seit Jahrzehnten eine willkommene Gelegenheit, mit Eltern, Vertretern der Schulbehörde, politischen Mandataren der Region und vor allem mit unseren vielen Partnerinnen und Partnern aus Gastronomie und Tourismus Kontakte zu pflegen“, freut sich Direktor Mario Hammerer.

Vier Sechsertische werden jeden Abend vorbereitet, jeweils acht Prüflinge (je vier in Küche und Service) sind täglich im Einsatz, am zweiten Tag wird gewechselt, die Küche geht ins Service und umgekehrt.

Das Ambiente gehört dazu
Den Gästen ein gepflegtes Ambiente zu bieten, obliegt jeweils den Service-Prüflingen, die zunächst verschiedene Aufgaben zu lösen haben: Das Flambieren, Filetieren, Mixen und Erstellen einer Weinempfehlung sind nur ein Teil davon. Bevor die Gäste eintreffen, muss nämlich auch noch der Tisch dekoriert und die Speisekarte gestaltet werden.

Alles unter gestrenger Beobachtung von Service-Lehrerin Andrea Huber, die auch die Zusammenarbeit mit den beiden Commis („Helfer“ aus der dritten Klasse) bewertet. In der Küche wird den Prüflingen fünf Stunden vor dem Kochen das Menü zugeteilt. Dann gilt es das mehrgängige Menü zu planen und zu organisieren, ehe es ernst wird. Koch-Lehrer Thomas Pfeiffer bewertet neben Konsistenz, Aussehen und Geschmack auch die Arbeitsweise, Arbeitseinteilung und die wichtige Zusammenarbeit mit den beiden „Helfern“. Eingreifen würde er aber nur, wenn etwas total danebengehen würde.

Bestens vorbereitet
Auf ihre Prüfungen haben sich die Schülerinnen und Schüler nicht nur im Unterricht, sondern vor allem bei insgesamt 32 Praktikum-Wochen im In- und Ausland vorbereitet. Diese Praktika fielen für die jetzt zur Prüfung angetretenen Schülerinnen und Schülern teilweise in die Corona-Zeit, die zusätzliche Herausforderungen stellte. „Wir konnten jedoch mit viel Improvisation die vorgeschriebenen Praktikum-Wochen durchziehen“, zollt Hammerer den Prüflingen besonderes Lob. Erschwerend waren auch mehrere Wechsel beim Lehrerteam.

Prominenz zum Auftakt
Zum ersten Abend hatte die Schule neben Eltern auch viel Prominenz eingeladen: Klassenvorstand Andreas Wüstner, die Bildungsberater Florian Moser und Mathias Masal (BWS), Rudolf Kaufmann (MS Bezau), Christine Devich (MS Lingenau) und Josef Maurer (HS Hittisau) sowie das Team der Werkraumschule Alois Berchtold, Klaus Metzler, Marianna Moosbrugger, Benjamin Piotrowski, Petra Raid und Cornell Hess.

An den weiteren Abenden werden neben den Eltern auch zahlreiche Vertreter aus der Politik und vor allem Tourismus- und Gastronomie-Partner erwartet. STP