Diese Gemeinde bekommt ein Gesundheitszentrum

Gemeinsam mit Ärzten ziehen auch Therapeuten, die Polizeiinspektion, ein Tagescafé und Mieter ein.
Höchst Mit einem einstimmigen Beschluss der Höchster Gemeindevertretung ist ein wichtiger Schritt für ein AKS-Gesundheitszentrum mitten in der Gemeinde getan.

Die Gemeinde Höchst stimmte einem Baurechtsvertrag mit der AKS Gesundheit GmbH, Bregenz, zu. Wenn alles klappt, kann in etwa einem Jahr mit der Errichtung von drei Baukörpern zwischen Gemeindeamt, Apotheke und Friedhof begonnen werden. Die Pläne für ein Gesundheitszentrum in Höchst werden bereits länger gewälzt. Bürgermeister Stefan Übelhör berichtet, dass der Entwurf zum Baurechtsvertrag in der Steuerungsgruppe besprochen worden sei.
In Absprache mit dem AKS Gesundheit wurde auch der Baurechtszins mit 1,20 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Das ist auch ein Beitrag für möglichst günstige Mieten für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner.
Praxisräume für Ärzte
Im Höchster Zentrum soll vor allem Praxisraum für Allgemeinmedizin geschaffen werden, ebenso für Zahnärzte bzw. -ärztinnen. Heike Sprenger bringt bei der AKS Vorarlberg solche Zentren auf die Schiene. Sie zeigt sich erfreut über den Höchster Beschluss. Gesundheitszentren sind für junge Medizinerinnen und Mediziner eine Möglichkeit, ihren Beruf auszuüben, ohne eine eigene Praxis finanzieren zu müssen. Zudem kümmert sich die AKS um Administration und Personalverantwortung.
In Höchst geht es darum, offene Kassenstellen zu besetzen bzw. barrierefreie Praxisräume für die Nachfolgerin des früheren Gemeindearztes Dr. Erich Rüdisser zu schaffen. In Vorarlberg bestehen inzwischen drei solcher Zentren des AKS, in Dornbirn kann mit Jahresende ein weiteres den Betrieb aufnehmen.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Sonstige angezeigt.
Wohnungen, Polizei und Tiefgarage
Auf dem insgesamt knapp 3600 Quadratmeter großen Grundstück im Ortszentrum von Höchst ist allerdings keineswegs lediglich die Gesundheit ein Thema. In den insgesamt drei vorgesehenen Objekten entstehen Mietwohnungen. Zudem ist längst geplant, neue Räume für die Polizeiinspektion Höchst zu schaffen. Heike Sprenger vom AKS: „Die Vergabe der Wohnungen erfolgt in Absprache mit der Gemeinde, die Übersiedlung der Polizei wird seit längerer Zeit überlegt. Zudem gibt es den Wunsch nach einer Bäckerei bzw. einem Café.“
Unter dem gesamten Areal ist auch eine großzügige Tiefgarage geplant. Sie soll zum Teil auch für die allgemeine Öffentlichkeit nutzbar sein. Bei der Sitzung der Gemeindevertretung war auch die Gestaltung des Freiraums zwischen den künftigen Bauten ein Thema.
Spielplatz muss weichen
Die Fußwegverbindungen Richtung Kirchplatz bleiben sicher erhalten, allerdings führt der Weg künftig nicht mehr über den Friedhof sondern außerhalb der Friedhofsmauer zur Pfarrkirche. Die jetzt von der Gemeindevertretung beschlossene Vereinbarung ist aus rechtlicher Sicht ein Vorvertrag mit rechtlicher Bindung. Das erläuterte der Höchster Amtsleiter Alexander Thaler auf entsprechende Anfragen.
Ein erheblicher Teil der Baufläche wird derzeit als Spielplatz genutzt. Der muss dem Gesundheitszentrum weichen. Dies ist auch im Gemeindeamt ein Thema. Amtsleiter Alexander Thaler: „Natürlich wird mit Nachdruck versucht, einen entsprechenden Ersatz für diesen Spielplatz zu finden.“ AJK