„Ludmilla“ explodierte am St. Peter Bühel

Traditionelles Funkenabbrennen in der Marktgemeinde Rankweil vor vielen Besuchern.
Rankweil Beim traditionellen Funkentreiben am St. Peter Bühel in Rankweil erlebten rund 700 Zuschauer ein wahres Spektakel. Hexe „Ludmilla“ ließ sich etwas Zeit und explodierte erst nach fast einer Stunde. Klein aber fein, so setzte der Funken sein Brauchtum am St. Peter Bühel wieder fort.
Neuer Funkenzunftmeister
Trotz kalter Temperaturen war der 51. Funken in der Marktgemeinde ein großes Fest. 23 aktive Mitglieder, darunter ein neues Duo der Funkenzunft Rankweil sorgten für perfekte Bedingungen. Viele Routiniers wie Andreas Kiechle, Josef Schwarzmann, Manfred Bischof und Markus Lorenzi waren natürlich beim Funkenaufbau mit dabei. Für den neuen Funkenzunftmeister Patrick Schwarzmann, Sohn von Josef Schwarzmann, war es eine gelungene Premiere. „Ich will den Rankweiler Funken mit viel Tradition so weiterführen, wie es schon meine Vorgänger mit Bravour gemacht haben.

Die vielen Besucher haben mit ihrem Kommen ihre Wertschätzung kundgetan und das macht uns alle richtig stolz. Wir haben mit dem St. Peter Bühel wohl den schönsten Platz Vorarlbergs für das Funkenabbrennen“, freut sich Schwarzmann. Er hat heuer das Amt des Funkenmeisters von Andreas Kiechle übernommen. Da er schon ein Jahrzehnt lang aktives Mitglied ist, bringt er viel Erfahrung im Aufbau und Abbrennen des Funkenfeuers mit.
Musik und Kulinarik
Mit großer Spannung warteten die Besucher, insbesondere der Nachwuchs auf das Entzünden des knapp 15-Meter-Turms. Eine Abordnung der Bürgermusik Rankweil mit Kapellmeister Lukas Hirzberger umrahmte den Festakt musikalisch. Die vielen Besucher waren von den leckeren „Funkaküachle“ begeistert.

„Ghörig Feschta“
Kein Feuerwerk und auch keine Brandbeschleuniger, so war es schon vor vielen Jahren und wird auch künftig so bleiben. Seit dem Jahr 2017 verzichtet die Funkenzunft Rankweil aus Umweltgedanken auf ein Feuerwerk. Die Funkenzunft Rankweil wurde schon für ihre Initiatvie „ghörig feschta“ bereits mehrfach ausgezeichnet und setzt auch in Zukunft auf den Einkauf von regionalen, biologischen Produkten, Umweltschutz und den sozialen Aspekt. In einigen Wochen beginnt für die Funkenzunft dann bereits schon die Vorbereitung auf den nächsten Funken 2024. Große Mengen an Schadholz liegt noch in Rankweils Wäldern herum und wird schon bald auf den St. Peter Bühel transportiert. VN-TK