Wo Volksschüler Bäume pflanzen

Heimat / 13.04.2022 • 15:00 Uhr
Wo Volksschüler Bäume pflanzen
Sie sind bei der Aufforstungsaktion mit viel Elan und Ausdauer bei der Sache: Luzius, Jakob und Henry.em

Volksschüler forsten Grüngürtel in der Beschlinger Au wieder auf.

Nenzing Das Eschensterben verändert die Wälder markant. „Die Pilzerkrankung befällt zuerst die Blätter, mit der Zeit wird der Baum so geschwächt, dass er morsch wird. In den vergangenen Jahren hat sich diese Krankheit nicht nur in Vorarlberg stark ausgebreitet. Vor allem entlang von Rad- und Fußwegen bergen diese Bäume eine große Gefahr, da jederzeit morsche Äste abbrechen oder gar Bäume aufgrund einer Folgeerkrankung umfallen können“, erläutert Landeswaldaufseher Franz Ruch den Beschlinger Schülern. Für diese war ein Unterricht im Freien angesagt: In der Beschlinger Au pflanzten sie verschiedene Bäume, um die nach den notwendigen Holzschlägerungen kahl gewordenen Grundstücke wieder aufzuforsten.

Theresa, Zoe und Louisa arbeiten gerne im Wald.
Theresa, Zoe und Louisa arbeiten gerne im Wald.

Bezug zur Natur vermitteln

„Vogelkirsche, Eiche, Spitzahorn“, antworten Luzius, Jakob, Emir und Henry prompt, wenn man sie fragt, welche Bäume sie denn – übrigens mit großem Eifer und Ausdauer – pflanzen. „Wenn die Bäume groß sind, sind sie auch ein Lärmschutz für Beschling, damit man die Autobahn nicht hört“, erklärt das Quartett. Für Volksschuldirektorin Ruth Gassner ist es wichtig, dass ihre Schülerinnen und Schüler ein Bewusstsein sowie einen Bezug zur Natur haben. „Wir beteiligen uns immer wieder an solchen Aufforstungsaktionen, zuletzt wurde für den früheren Direktor Martin Pfefferkorn der Martinswald gepflanzt. Naturnaher Unterricht ist uns generell sehr wichtig“, merkt die Direktorin an und weist darauf hin, wie zufrieden und ausgeglichen die Kinder nach solchen Unterrichtseinheiten sind.

Ein Danke gab es für die Kids, die begleitenden Eltern und Großeltern sowie an Franz Ruch auch vom Beschlinger Agrar-Obmann Markus Borg: „Die Kinder haben sicher auch künftig einen besonderen Bezug zu diesen Bäumen, die sie selbst gepflanzt haben.“ Und wer hart gearbeitet hat, hat sich auch eine ausgiebige Jause verdient – diese durfte als Abschluss des Nachmittags selbstverständlich nicht fehlen. EM