800 Schafe kehrten zurück ins Tal

Heimat / 27.09.2021 • 15:30 Uhr
Hunderte Schafe mussten bei der Schafscheide in Gaschurn auseinanderdividiert werden. <span class="copyright">EST</span>
Hunderte Schafe mussten bei der Schafscheide in Gaschurn auseinanderdividiert werden. EST

In Gaschurn fand kürzlich die traditionelle Schafscheide statt.

Gaschurn Alle Jahre wieder, findet im Ortsteil von Gaschurn, im Transtrauas, die traditionelle Schafscheide statt. Nicht nur für die Schafe, auch für Einheimische und Gäste ist dies immer ein besonderes Erlebnis. Mit der Rückkehr der Schafe ins Tal ist der Alpsommer im Tal beendet.

Es war wie ein biblisches Szenario, das sich am Samstag in Gaschurn abspielte: rund 800 Schafe, strömten, begleitet von ihren „Beschützern“, den Hirten, aus dem Garneratal. Quicklebendig, blökend und meckernd und darüber hinaus gut genährt, erreichten sie den Sammelplatz. Zur Freude ihrer Eigentümer sahen manche Tiere sogar kugelrund aus.

Monika und Lina bringen Lämmlein zur Kinderstube.<span class="copyright">EST</span>
Monika und Lina bringen Lämmlein zur Kinderstube.EST
Familie Lechleitner aus Gaschurn mit Jonas.
Familie Lechleitner aus Gaschurn mit Jonas.

Beinahe vier Monate, von Anfang Juni bis jetzt, hatten die Schafe im Garneratal verbracht. Der Speiseplan war dabei für alle derselbe: die Tiere durften die frischen Alpenkräuter in einem riesigen Gebiet abgrasen und eine endlose Freiheit mit vielen Artgenossen verbringen. Manche haben sich dabei auch gut vermehrt, so gab es auch einen großen Zuwachs an Lämmern. „Die Geburtenregelung hat nicht so optimal funktioniert“, lacht Schafbauer Bischof aus Sonntag und freut sich dabei über die „wundersame Vermehrung“ seiner Herde.
Mehrere Hirten betreuten die Schafe über den Sommer, schauten nach dem Rechten, versorgten die Tiere mit Salz, ebenso auch mit notwendigen Streicheleinheiten. „Schließlich wollen die Schafe auch gehegt und gepflegt werden, sonst würden sie verwildern“, war man sich einig. Schon eine Woche zuvor mussten die Schäfer die Tiere auf der Alpe Garnera einsammeln, was nicht immer ein einfaches Unterfangen, was sich angesichts der eigenwilligen Tiere als nicht einfach herausstellen sollte. So machten sich mache Tiere selbständig und suchen ihre eigenen Wege durch die Wildnis.

Abschied von der Alpfreiheit

Im Gehege angekommen, suchten die Schafbauern nach ihren wolligen Lieblingen. Manche Schafe kamen als Jungtiere auf Garnera und sind jetzt erwachsene Tiere. Auch heuer waren wieder ganz unterschiedliche Rassen dabei, in verschieden Farben und Größen, sowie Mutterschafe, Schafe und Widder. Die kürzlich „gefallen Lämmer“ wurden schon zuvor abgeholt und in der Kinderstube betreut. Alpmeister Christian Wittwer kontrollierte mit seinem Team das Aussortieren und vermerkte dies auf der Liste. Die Schafzüchter kamen aus dem ganzen Land, vom Bregenzerwald, aus Dornbirn, vom Walsertal und anderen Gebieten. Viele von ihnen äußerten sich positiv über die sehr gute Betreuung ihrer Tiere auf der Alpe Garnera. „Wir hatten einen guten Somme, trotz nicht immer guten Wetterbedingungen. Wir freuen uns, dass wir die Tiere wohlbehalten und gesund an unsere Schafbauern abgeben können“, so der zufriedene Alpmeister Wittwer. EST

Familie Bischof aus Sonntag mit einem Teil von ihren Lämmer.
Familie Bischof aus Sonntag mit einem Teil von ihren Lämmer.
Brigitte, Tone und Bernd aus Dornbirn mit drei schwarzen Schafen.
Brigitte, Tone und Bernd aus Dornbirn mit drei schwarzen Schafen.