Diese Lehrberufe sind am beliebtesten

Einzelhandel, Büro, Technik und Verwaltung stehen bei Jugendlichen in der Berufsausbildung ganz oben.
STATISTIK Bei den weiblichen Lehrlingen steht wie schon im Vorjahr die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau an erster Stelle. Insgesamt stehen dabei 15 verschiedene Ausbildungsschwerpunkte zur Auswahl. Jeder davon kann ohne Lehrzeitverlängerung mit dem zusätzlichen Schwerpunkt „Digitaler Verkauf“ kombiniert werden. Gerade im Bereich des e-Commerce werden sich im Handelsbereich in den nächsten Jahren viele neue interessante Berufsfelder auftun. Die Lehrlingsentschädigung liegt je nach Lehrjahr zwischen 711 und 1218 Euro.
Auf Platz zwei des Rankings
liegt die Ausbildung zur Friseurin (Stylistin). Laut KV lässt sich damit in der Lehrzeit zwischen 565 und 965 Euro verdienen. Nach der Lehrzeit gibt es Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten. Auch eine Bürotätigkeit ist für viele junge Frauen ein erstrebenswertes Ziel. Die Lehrausbildung zur Bürokauffrau dauert drei Jahre und ist ein Rüstzeug im Verwaltungs-,
Administrations-, Sekretariatsbereich. Sie sind in allen Wirtschaftsbereichen tätig (Industrie, Gewerbe, Handel, Verkehr, Banken, Versicherungen, Wohnungswirtschaft, öffentliche Verwaltung, Land- und Forstwirtschaft). Hier sind die Kollektivverträge unterschiedlich gestaffelt – je nachdem, in welchem Zweig man beschäftigt ist. Metalltechnikerin, Verwaltungsassistentin und Restaurantfachfrau folgen hinter den drei Top-Lehrberufen.
Technik liegt voran
Bei den Burschen steht ganz klar die Technik an vorderster Front. So schlüsseln sich die vier Toplehrberufe in den Bereichen Metalltechnik, Elektrotechnik, Kfz-Technik sowie Installations- und Gebäudetechniker auf. Die Ausbildung im Bereich der Metalltechnik besteht aus einem zwei Jahre dauernden Grundmodul, dem ein Hauptmodul folgt, das aus acht verschiedenen Bereichen ausgewählt werden kann. Zusätzlich kann ein weiteres Spezialmodul belegt werden, womit sich die Lehrzeit auf vier Jahre erhöht. Die Kombinationsmöglichkeiten der Hauptmodule untereinander sowie der Hauptmodule mit den Spezialmodulen sind genau festgelegt. Die Lehrlingsentschädigungen liegen zwischen 702 und 2297 Euro. Elektrotechniker wiederum beschäftigen sich mit der Herstellung, Aufbereitung, dem Transport, der Bereitstellung und Verwendung von elektrischem Strom. Sie können sich während ihrer Ausbildung oder im Berufsleben in vielfältigen Arbeitsbereichen spezialisieren. Auch hier erfolgt eine Modulbelegung während der Lehrzeit. Durch die zunehmende E-Mobilität und andere alternative Antriebsformen gewinnt der Lehrberuf des KfZ-Technikers weiter an Facetten. Die Ausbildung besteht aus einem Grundmodul (Dauer: 2 Jahre) und mindestens einem Hauptmodul in den Bereichen Pkw, Nutzfahrzeug- und Motorradtechnik. Der derzeit gültige KV beginnt bei 702 Euro.
Installationsbereich
Auch der angehende Installations- und Gebäudetechniker absolviert in der Lehrzeit ein Grund- und ein Hauptmodul im Bereich Gas/Sanitär, Lüftung oder Heizung. Zusätzlich kann ein weiteres Haupt- oder Spezialmodul belegt werden, womit sich die Lehrzeit auf vier Jahre verlängert. Die Entschädigung liegt zwischen 702 und 1549 Euro.
