Neue Ausweichschule wächst in die Höhe

Dornbirns Schulen bekommen wieder ein Ersatzquartier.
Schule Vor genau einem Jahr wurde die Dornbirner Ausweichschule infolge einer Gasexplosion komplett zerstört. Inzwischen sind schon wieder die Baumaschinen aufgefahren und die Arbeiten an der neuen Ausweichschule schreiten zügig voran.
Das Schulgebäude wird nicht nur am gleichen Standort errichtet, sondern auch nach den Bestandsplänen von 2009. So wird auch die neue Ausweichschule in Holzbauweise ausgeführt. Die gewählte Systembauweise aus Holz erlaubt neben einer hohen Modularität der Bauteile auch die Möglichkeit, Bauteile vorzufertigen. Mit einer Dachbegrünung und einer Photovoltaikanlage mit 48 kWp setzt die Stadt Akzente in Richtung Nachhaltigkeit.
Gewisse Optimierungen und Anpassungen in den Bereichen Statik, Haustechnik und Elektroinstallationen sind aufgrund der bautechnischen Anforderungen notwendig. EDV-Verkabelung, W-LAN und Zutrittskontrolle werden auf dem neuesten Stand sein und den Anforderungen an einen digitalen Unterricht gerecht werden. In den Klassenzimmern kommen interaktive Displays statt klassischer Pylonentafeln zum Einsatz.
Zusätzliche Kleinturnhalle
Die neue Schule wird rund 2700 Quadratmeter Nutzfläche haben. Das Raumprogramm entspricht in weiten Teilen dem der alten Schule. Der Neubau wird allerdings um ein Sportgeschoß erweitert. Im Erdgeschoß werden Lehrerkonferenzzimmer, Direktion, Küche, Mittagstisch, Bücherei sowie die Werkräume untergebracht. Im ersten und zweiten Geschoß sind jeweils acht Klassenzimmer (mit je 50 Quadratmetern), Sanitäreinheiten sowie Garderoben geplant. Im neuen dritten Obergeschoß wird eine Kleinturnhalle mit Geräteraum, Umkleideräumen, Technikräumen und zwei Nebenräumen in Klassengröße eingerichtet. Die zusätzlichen Räume sollen auch für die externe Nutzung durch Vereine offen stehen.
Die Bauarbeiten verlaufen bisher planmäßig. Baubeginn war Anfang September, derzeit sind die Betonarbeiten für die massiven Kerne der Stiegenhäuser im Gange. „Die Baumeisterarbeiten sollen bis Ende Jänner abgeschlossen sein. Anschließend beginnen die Holzbauarbeiten. Die vorgefertigten Wand- und Deckenelemente werden mittels Kran versetzt“, informiert der städtische Projektleiter Michael Geiger.Für diese Arbeiten werden rund vier Wochen veranschlagt, anschließend beginnen Spengler- und Installationsarbeiten. Bis zu den Semesterferien 2023 soll die neue Ausweichschule bezugsfertig sein. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund neun Millionen Euro. Abzüglich der Versicherungsleistung und verschiedener Fördermöglichkeiten wird die Stadt für die Neuerrichtung rund 1,3 Millionen Euro aufbringen müssen.
Weiterhin Bedarf
Nach Fertigstellung des Neubaus werden als erste die Volksschule Forach, die derzeit in der Mittelschule Haselstauden untergebracht ist, und der Kindergarten Haselstauden einziehen. lcf
