Jüdisches Museum wirft Blick auf die Untergass’

HE_Dornb / 20.10.2021 • 14:31 Uhr
Die Ausstellung „Am Rand. Zusammen leben in der Untergass‘“ ist noch bis 18. April zu sehen.JM
Die Ausstellung „Am Rand. Zusammen leben in der Untergass‘“ ist noch bis 18. April zu sehen.JM

Hohenems Nachdem im 19. Jahrhundert die Gesetzgebung auch Juden den Erwerb von Grund und Hausbesitz außerhalb der Judengasse gestattete, ließen sich in der Untergasse, wie die Radetzkystraße vor ihrer Umbenennung hieß, auch zahlreiche jüdische Familien nieder. Dieses Viertel, das unmittelbar an das Hohenemser Zentrum anschließt, wird in den nächsten Jahren drastischen Änderungen unterworfen sein: Die sogenannte „Untergass’“ am Rand der Stadt wird neue Aufmerksamkeit erfahren und sich sozial neu durchmischen.

Die neue Ausstellung des Jüdischen Museums „Am Rand. Zusammen leben in der Untergass’“ erforscht Haus- und Lebensgeschichten dieses Stadtteils und schärft gemeinsam mit dem Hohenemser Fotografen Dietmar Walser den Blick für den städtischen Raum und den urbanen Wert des Bestandes – auch um die sozialen Folgen der geplanten Veränderungen diskutierbar zu machen. Interviews mit Bewohnern der Untergass’ eröffnen neue Perspektiven auf einen Erneuerungsprozess, der Chancen und Herausforderungen für das Wohnviertel und darüber hinaus bedeutet. Die Ausstellung ist noch bis 18. April zu sehen.