Alberschwende, ein Kleinkunst-Mekka

Kunstbräu im Kulturdreieck lädt noch einmal in die Ausstellung ein.
Alberschwende Auf großes Interesse stieß am Wahlwochenende die Vernissage der dritten Kunstbräu-Ausstellung in Alberschwende. Am Wochenende zeigen gut ein Dutzend Kunstschaffende aus der Region in Mesmers Stall, im alten Raiffeisenlager und im ehemaligen Gasthaus Brauerei noch einmal ihre Gemeinschaftsausstellung mit mehr als 100 Exponaten.

Erfreulich entwickelt
2022 hatten die Initiatoren der Ausstellung, allen voran die Gemeinde Alberschwende, die KulturMeile und das Bregenzerwälder Kulturbüro, die Idee, das seit vielen Jahren leer stehende Gasthaus zur Brauerei als Location für eine Ausstellung zu nützen – „Kulturbräu“ war geboren. Bei der nun dritten Auflage dieser Ausstellung dürfen sich die Verantwortlichen über eine erfreuliche Entwicklung freuen: Die Ausstellung hat sich auf drei Standorte im Kulturdreieck mit der Merbodkapelle im Zentrum ausgeweitet: neben dem Gasthaus findet „Kunstbräu“ auch in Mesmers Stall und im früheren Raiffeisenlager statt.

Teil eines Gesamtkonzepts
Freuen dürfen sich vor allem die beteiligten Künstlerinnen und Künstler sowie die Verantwortlichen in der Gemeinde, die vor vielen Jahren angetreten sind, ein vielfältiges Gesamtkonzept zu entwickeln und umzusetzen.

Kunstschaffenden aus der Region eine Plattform zur Präsentation zu bieten, einen Treffpunkt für dörfliches Leben, eine Begegnungsstätte für Einheimische und Gäste zu schaffen, war vor fast 30 Jahren der Ansatz zur Sommerserie Kultur, Käs, Klatsch. Mehr als 200 Veranstaltungen der Kultserie Käsklatsch waren seither immer wieder idealer Rahmen für zahllose kulturelle Aktivitäten.
Mit der Gründung der KulturMeile und der Eröffnung von Mesmers Stall schufen die Initiatoren Lothar Eiler, Erich Schwarzmann, Franz Rüf und Norbert Johler 2005 eine wichtige Ergänzung dieses Angebots. In diese KulturMeile werden auch andere Lokalitäten einbezogen – etwa das ehemalige Gasthaus Lässer, die Alte Schmiede oder Olgas Festsaal im Gasthaus Taube. Mesmers Stall ist nicht nur Raum für ein Museum, sondern auch Location für vielfältige Sonderaktivitäten. 2022 wurde auch das seit Jahrzehnten leer stehende Gasthaus zur Brauerei „entdeckt“. 2019 hatte die Gemeinde das Objekt erworben und auch erste Ideen für eine künftige Nutzung präsentiert. Deren Umsetzung lässt auf sich warten –aktuell wird die Location sporadisch für Veranstaltungen wie diese Ausstellung genützt.

Beitrag zum Miteinander
Angesichts der ausgezeichneten Stimmung bei Kunstschaffenden und Besuchern bei der Vernissage kann wohl davon ausgegangen werden, dass es 2025 die vierte Auflage der Ausstellung geben wird. Regio-Obmann Guido Flatz war bei der Eröffnung der Ausstellung jedenfalls zuversichtlich, dass dieser Weg fortgesetzt wird, denn es sei ein starkes Signal für das Miteinander in der Region. Dass hier mehr als ein Dutzend Kunstschaffende zusammenarbeiten, sieht er als Beweis für gelebte Gemeinsamkeit, die die Region auszeichnet.

Fliegender Wechsel
In seiner Begrüßung konnte Thomas Schiretz auch auf einen personellen Wechsel hinweisen: Veronika Sutterlüty, die in der Vorbereitung der Ausstellung maßgeblich mitwirkte, hat per 1. Oktober eine neue Herausforderung angenommen und ihre Nachfolgerin im Wälder Kulturbüro – Juliana Krump – feierte mit dieser Ausstellung Einstand in dieser Funktion. STP

3. Kunstbräu-Ausstellung in Alberschwende: Freitag (18. 10. 2024) und Samstag (19. 10. 2024), jeweils von 16 bis 20 Uhr, und am Sonntag (20. 10.2024), 10 bis 13 Uhr
