Ein Jahrhundert Vorarlberger Käsekultur

100-Jahre-Jubiläumsfest für Alma in atemberaubender Kulisse.
Bezau „Wenn ich das sage, dann mag das manche verwundern, aber wir bekennen uns zum Genossenschafts-Gedanken“, betonte Josef Rupp beim Alma-Jubiläumsfest und ergänzte, dass es ein Auftrag sei, bewährte Strukturen zu bewahren – nicht nur im Interesse der Alpwirtschaft, sondern darüber hinaus auch um den Erhalt unserer wunderschönen Bergwelt, von der nicht nur die Landwirtschaft abhängig ist, zu gewährleisten. Vor allem der Tourismus steht und fällt mit dieser einladenden Berglandschaft. „Wir sehen es als Aufgabe der Marke Alma, ein Bewusstsein für die Bedeutung der Alpwirtschaft zu schaffen“, so Rupp.
Wie ernst es ihm mit dieser Ansage ist, unterstreicht die Rolle, die Alma – auch unter dem Dach von Rupp – zukommt: 80 der 137 Sennalpen im Land sind Partner und Lieferanten und machen im Verein mit Alma-Bergsennereien das jubilierende Unternehmen zu einem Leuchtturm der Vorarlberger Käsekultur.
Passende Kulisse
Von der Faszination der intakten Bergwelt konnten sich die Festgäste hautnah überzeugen – das Panoramarestaurant auf Baumgarten, hoch über Bezau, bot eine atemberaubende Kulisse. Auch Vorstand Daniel Marte unterstrich den Auftrag, diese Bergwelt zu erhalten. Diese Alptradition müsse stetig weiter entwickelt werden. Seitens des Landes gebe es dafür jedmögliche Unterstützung, versicherte LR Christian Gantner bei einer von Michaela Bilgeri moderierten Talkrunde. Unter der Regie von Alma-Bereichsleiter Christof Abbrederis wurde den Gästen ein informatives Programm geboten, das schon bei der Auffahrt mit der Seilbahn begann: „Minnesänger“ Tobias Fend stimmte die Fahrgäste mit der Alma-Geschichte auf den Abend ein. Zum Jubiläum wurde ein Fotowettbewerb und ein Stipendium für „Alma-Alpschreiberinnen und -schreiber“ ausgelobt. Mehr als 50 Autorinnen und Autoren reichten ihre Arbeiten ein. Eine Jury unter Leitung von Eva Reisinger (Autorin von „Was geht, Österreich?“) kürte Lisa-Viktoria Niederberger („Ansichten und Beobachtungen – Texte über Arbeit, Landschaft und Stille“) als Siegerin. Sie durfte ihr Wissen über Vorarlbergs Alpwirtschaft mehrere Wochen bei Anna und Leonhard Sutterlüty auf der Alpe Andlisbrongen vertiefen. Niederberger und Reisinger lasen beim Festabend aus ihren Werken. Beim Festabend wurden nicht nur Lisa-Viktoria Niederberger und ihre Gastgeber vorgestellt, auch die Sennerei-Teams von Eichenberg, Doren und Schnepfau wurden vor den Vorhang geholt.
Abgerundet wurde der Festabend von den Brüdern Michael und Marcel Fetz. Sie spielten gemeinsam mit Martin Franz als Trio Chili-Mangaros auf. Restaurantleiterin Astrid Ritter verwöhnte mit ihrem Team die Gäste kulinarisch und die guten Geister von Alma hatten zum Abschluss ein Käsebuffet aufgebaut. Köstlichkeiten, an denen auch prominente Gäste nicht vorbeikamen.
Allen voran Erich Schwärzler, Bundesobmann der Alpwirtschaft, Berggold-Chef Georg Bantel mit Gattin Monika, Regio-Obmann Guido Flatz sowie KäseStraßen-Chef Max Bereuter und Geschäftsführerin Christina Rusch. STP



