Kleber und Fetz: satte Farbe, feine Feder

HE_Brege / 27.10.2021 • 13:14 Uhr
Ulrike Maria Kleber und Ewald Fetz bei der Ausstellung in Mesmers Stall.stp/3
Ulrike Maria Kleber und Ewald Fetz bei der Ausstellung in Mesmers Stall.stp/3

„Zwo-arloj“ heißt deshalb die gemeinsame Ausstellung in Mesmers Stall.

Alberschwende Nach langer Zwangspause konnte die Kultur­ Meile Alberschwende wieder zu einer Ausstellung in Mesmers Stall einladen. Ulrike Maria Kleber aus Schwarzenberg und Ewald Fetz aus Alberschwende holten dabei ihre schon im Vorjahr geplante gemeinsame Ausstellung nach. Zur Eröffnung durften sich die Kunstschaffenden über großes Interesse freuen. Die Ausstellung ist heute, 29. und morgen, 30. Oktober von 15 bis 19 Uhr und am 31. Oktober von 10 bis 12 bzw. 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Gegensätze ergänzen sich

Es ist eine Ausstellung der Gegensätze: da die satten Farben von Ewald Fetz, dort die feine Feder von Ulrike Maria Kleber, die aber hin und wieder auch zur Farbe greift, um ihrem Lieblingsthema, der Juppe, Ausdruck zu verleihen.

In den Arbeiten, so Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann, die in ihrer Vernissagerede die beiden vorstellte, erinnere Kleber an ihre handwerkliche Ausbildung. Allen gutgemeinten Ratschlägen zum Trotz hat sie ihr Ziel, Malerin zu werden, mit großer Beharrlichkeit verfolgt. Es war wohl ihr Vater, der Ulrikes Liebe zur Malerei geweckt hat, indem er ihr viel von Angelika Kauffmann erzählt hat. Mit dem Erfolg, dass seine Tochter der großen Bregenzerwälderin nacheiferte.

An die Malerei herangetastet hat sie sich über die Ausbildung in einem Beruf, den es nicht mehr gibt: Fotogravurzeichnen. Das Berufsbild wurde von 1961 bis 1998 ausgebildet und durch Mediengestalter Digital und Print abgelöst. Das erlernte handwerkliche Können blieb in ihren Arbeiten jedoch unübersehbar – mehr noch in ihrem zweiten Standbein, der Werbegrafik.

Am Anfang war ein Zügle

Auch Ewald Fetz kam über einen Umweg zur künstlerischen Malerei. Am Anfang stand ein kleines Holzzügle, das er angemalt hat. Das war der Start zum Malerberuf, den er in Wien erlernte und sich bald mit einem Malerbetrieb selbstständig machte. Nur Anstreicher im herkömmlichen Sinn zu sein, war nicht wirklich seine Sache, vielmehr fokussierte er sich auf anspruchsvolle Raum- und Fassadengestaltung. Weit über Vorarlbergs Grenzen hinaus hat er viele Aufträge mit künstlerischen und farbgestalterischen Ansprüchen umgesetzt, um sich nach seiner Pensionierung ganz dem Hobby der Malerei zu widmen.

Illustre Besucherschar

In Mesmers Stall konnten die beiden viele prominente Besucher begrüßen. Ehrensache, dass Schwarzenbergs Bürgermeister Seftone Schmid ebenso zur Vernissage gekommen war wie KulturMeile-Obmann Helmut Rabanser und dessen Vorgänger Erich Schwarzmann. BORG-Direktor Ariel Lang machte seine Aufwartung wie Ewalds ehemalige Berufskollegen Dietmar Längle oder Markus Hagspiel sowie Musikantenkollege Siegi Grabher. Mit dabei waren u.a. Dr. Ingo Plötzeneder mit Rosmarie, Gerhard Mangold (Mangold 3), Isabella Bischofberger (Transporte), Marcella Künzler und Franz Rüf. STP

Marcella Künzler und Franz Rüf interessierten sich für die Werke.
Marcella Künzler und Franz Rüf interessierten sich für die Werke.
Gerhard Mangold und Seftone Schmid vor einem Schwarzenberg-Motiv.
Gerhard Mangold und Seftone Schmid vor einem Schwarzenberg-Motiv.