Bezau hat noch Platz für mehr solcher Projekte

Bei der Komot-Eröffnung gab es viel Lob für eine beispielhafte nachhaltige Lösung.
Bezau Bürgermeister Hubert Graf brachte es auf den Punkt: „Wir könnten in Bezau noch weitere derartige Projekte vertragen“, meinte er bei der Eröffnung der neuen Bezauer „Visitenkarte“ am Ortseingang. Bei Ralph Broger und Kaspar Greber, die das Vorhaben umsetzten, rannte er dabei offene Türen ein, die beiden Partner haben bereits ein neues Projekt in der Schublade.
Vor einem Jahr hatten Bewohner und Geschäftsinhaber mit dem Bezug begonnen – Corona hat die Eröffnungsfeier bis jetzt verzögert. Das lange Warten hat sich gelohnt, denn am verspäteten Eröffnungstag strahlten die Bauherren, Nutzer des Projekts und zahlreiche Besucher mit der Sonne um die Wette. Das Eröffnungsfest war eine passende Ergänzung zur Bezauer Fla-BIER-Meile.
Ein „hässliches Entlein“ …
… wurde ein stolzer Schwan, meinte ein beeindruckter Gast und in der Tat wurde hier eine beispielhafte und nachhaltige Lösung für sinnvolle Nutzung alter Bausubstanz gefunden. Aus einem alten Haus mit vier Wohnungen und einer kaum mehr genutzten Betriebsstätten machten Architekt Ralph Broger und sein Partner Kaspar Greber eine Anlage mit 16 Wohnungen und sechs Geschäften. „Dabei“, so Broger, „zielte unser Konzept darauf ab, nicht ein einziges großes Geschäftslokal zu installieren, sondern kleine, unterschiedliche Geschäfte anzusiedeln – möglichst Branchen, die in Bezau fehlten.“
Vielfalt im Fokus
„Dies ist hervorragend gelungen“, merkt Marliese Rüf-Zündel an, die mit ihrer Wälderimmo das Haus vermarktete. Neben dem Bistro/Café „nudla, drinks & more“ gibt es im Erdgeschoß die Wälder Filiale des Landeszentrums für Hörtechnik, die Glanzstück Schmuckwerkstatt von Christina Fetz-Eberle, die bereits das einjährige Jubiläum feierte, die Physiotherapie von Armin Devich, eine Filiale von Herburger Reisen und die VUX-Versicherungsagentur. „Auch die Wohnungen“, so Rüf-Zündel, „waren sehr gefragt und praktisch schon bei der Firstfeier Ende 2019 vergeben.“ Pfarrer Armin Fleisch erbat Gottes Segen für das Projekt und betonte, dass dieser Segen darauf ausgerichtet sei, dass es gut werde. Gott und gut klingen ähnlich, im Englischen noch ähnlicher, bemerkte der Bezauer Seelsorger. Dass zur Eröffnung auch die Bürgermusik Bezau ausgerückt war und den Festakt musikalisch umrahmte, unterstrich die Bedeutung, die dem Projekt seitens der Gemeinde beigemessen wird. STP




