Feuerwehr, Musik, Pfarre zurück zur Normalität

HE_Brege / 18.08.2021 • 14:28 Uhr
Volles Haus bei Feldmesse und anschließendem Frühschoppen, mit dem Feuerwehr, Musikverein und Pfarre einen großen Schritt zur Normalität machten. STP/3

Hohenweiler feiert mit Feldmesse und Frühschoppen gemeinsamen Neustart.

Hohenweiler Wären da nicht die Zugangskontrollen nach 3-G-Regeln gewesen – es hätte nichts mehr auf die Pandemie hingewiesen, als in Hohenweiler nach fast eineinhalb Jahren Pause wieder „richtig“ gefeiert wurde. Die Feuerwehr hatte die Idee, anlässlich ihres 110-jährigen Bestehens und gleichzeitig „30 Jahre Jugendfeuerwehr“ zu einem Frühschoppen einzuladen.

Zwei Partner gefunden

Bei den Planungen zu dieser Veranstaltung boten sich spontan der Musikverein und die Pfarre an, als Partner mitzumachen. So bildete eine Feldmesse mit Pfarrer Roland Trentinaglia den Auftakt zur Gemeinschaftsveranstaltung, die Jugendmusik Hohenweiler, Eichenberg, Möggers spielte zur musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes und anschließend unterhielt die „große“ Musik unter Leitung von Helmut Brutscher die zahlreichen Gäste bis in den Nachmittag hinein.

Den Musikantinnen und Musikanten machte es sichtlich Spaß, dass sie nach der langen Zwangspause ohne Auftritte endlich wieder befreit aufspielen konnten. Vor allem die Jugendmusik, bei der sich die Hohenweiler Jugendlichen nach dem Motto „Zämm simma meh“ mit Gleichgesinnten aus Möggers und Eichenberg zusammengetan hatten, hatte sichtlich Spaß beim gemeinsamen Musizieren vor großem Publikum.

Einfach unverzichtbar

Aufatmen auch bei der Feuerwehr: „Es ist ganz besonders für die Jugend wichtig, dass bei der Feuerwehr neben der Schulung und Probentätigkeit auch gesellige Anreize geboten werden“, so Kommandant Armin Rottmaier, für den es in den vergangenen Monaten nicht einfach war, „unseren Feuerwehrnachwuchs bei der Stange zu halten.“ Auch für Hugo Deschler, Nicole Egger, Simon Schönauer und Elias Weiher – sie sind bei der Hohenweiler Wehr für die Nachwuchsarbeit zuständig – sind „gesellige Anlässe unverzichtbar, um Jugendliche von zehn bis 16 Jahren für die Feuerwehr zu interessieren.“

Intensive Jugendarbeit ist nicht nur in Hohenweiler eine wichtige Grundlage für die Feuerwehr, denn aus der Jugend werden immer wieder Frauen und Männer für die „große“ Feuerwehr rekrutiert. „Man kann mit der Werbung für die Jugendfeuerwehr nicht früh genug beginnen“ war denn auch das Motto für die jüngsten Festbesucher. STP

Mit großem Eifer betätigten sich die jüngsten Festbesucher als „Feuerwehr“.

Vertauschte Rollen: Für den Fotografen versuchten sich die Jungmusikanten an der Kübelspritze, die Jungfeuerwehrler organisierten Instrumente.