Fünf Irrtümer über PV-Anlagen

HE_Brege / 26.05.2021 • 10:52 Uhr
Photovoltaikanlagen sind sehr haltbar und für die Stromgewinnung empfehlenswert. Shutterstock
Photovoltaikanlagen sind sehr haltbar und für die Stromgewinnung empfehlenswert. Shutterstock

Noch immer halten sich Mythen, warum sich die Installation einer Photovoltaikanlage nicht lohnt.

UNTERNEHMEN Eine Photovoltaik­anlage erzeugt Energie aus den Strahlen der Sonne. Eigentlich perfekt für Großunternehmen und Industrie – denn wo viel Dach- oder Freifläche zur Verfügung steht, ist das Photovoltaik-Potenzial umso größer. Warum sind dann 2021 immer noch so viele Dächer leer und ungenutzt? Es könnte an hartnäckigen Mythen über Photovoltaikanlagen liegen.

Mythos 1: Photovoltaik ist zu teuer in der Anschaffung

Viele Unternehmer sind vor allem vom Preis einer Photovoltaikanlage abgeschreckt. Dabei wird oft übersehen, dass sich die Stromkosten über die Jahre auch summieren. Deshalb ist eines entscheidend: Die Anschaffung der PV-Anlage sollte als Investition gesehen werden. Auf lange Sicht können Unternehmen so einiges an Energiekosten einsparen und die Solaranlage amortisiert sich. Mittlerweile gibt es auch Angebote, bei denen Energieanbieter eine Photovoltaikanlage auf eigene Kosten auf dem Dach von Unternehmen installieren. Die Firmen profitieren dabei trotzdem von Strom zu besseren Konditionen, die freie Fläche wird genutzt – aber das finanzielle Risiko bleibt aus.

Mythos 2: PV-Anlagen verlieren schnell an Wert

Was nützt die Investition in eine Photovoltaikanlage, wenn sie sowieso an Wert verliert und die Module weniger leisten? Viel! Denn dabei handelt es sich tatsächlich bloß um einen Mythos. Die Hersteller von Photovoltaikanlagen geben Leistungsgarantien von bis zu 80 Prozent Leistung – und das nach 25 Jahren. Für eine Solaranlage an der freien Luft kein schlechtes Versprechen. Als Großunternehmen lohnt es sich also definitiv langfristig, in PV zu investieren.

Mythos 3: Installation und Wartung sind zu aufwendig

Neben dem normalen Geschäftsbetrieb auch die Installation und die Wartung einer Photovoltaikanlage zu organisieren, schreckt viele Unternehmen ab. Neben den finanziellen Aspekten werden Solaranlagen oft mit viel Aufwand assoziiert. Zu Unrecht – wenn man sich als Unternehmer die richtigen Partner ins Boot holt. Denn die Installation und Wartung kann ganz einfach an einen Experten auf dem Gebiet der Photovoltaik abgegeben werden.

Mythos 4: Photovoltaikanlagen verschlingen Ressourcen

Solarenergie ist umweltfreundlich – aber gilt das auch für die Photovoltaikanlage selbst? Eines ist klar: Für die Herstellung einer Solaranlage werden natürlich Ressourcen genutzt. Diese werden durch die nachhaltige Erzeugung von erneuerbarer Energie aber um ein Vielfaches reingeholt. Laut einer aktuellen Studie des Fraunhofer Instituts erzeugen Photovoltaikanlagen in ihrer Lebenszeit mindestens 10-mal mehr Energie, als ihre Herstellung verbraucht. Damit sind die Solaranlagen nachhaltiger als die Energiegewinnung aus endlichen Ressourcen.

Mythos 5: Die Anlage erzeugt nur Strom, wenn die Sonne scheint

Ein weit verbreiteter Irrglaube: In Österreich gibt es gar nicht genügend Sonnenstunden und Tage, um mit einer Photovoltaikanlage ausreichend Strom zu erzeugen. Das ist falsch. Denn die Solaranlage braucht keine direkte Sonneneinstrahlung. Solange es draußen hell ist, erzeugt sie Energie. Und zwar egal zu welcher Jahreszeit und egal bei welchem Wetter. Unternehmen profitieren also auch dann von ihrer Anlage, wenn es mal stürmisch und regnerisch wird.

Sonnenenergie lohnt sich

Wer als Unternehmer noch Platz auf dem Dach oder einer Freifläche zur Verfügung hat, sollte definitiv über eine Photovoltaikanlage nachdenken. Und zwar besser früh als spät. Denn je früher die Investition getätigt wird, umso früher hat sich die Solaranlage amortisiert und lohnt sich dann umso mehr für das Unternehmen.

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Redaktion Marion und Dietmar Hofer

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