Anti-Littering: Sechster Kurzfilm online
BREGENZ Seit 1. September ist der sechste und vorerst letzte Videoclip im Rahmen der Kampagne „Wegwerfen kostet“ – gegen Verunreinigungen im öffentlichen Raum – online. Er prangert den Umstand an, dass sogenannte PET-Flaschen, wie sie vor allem die Getränkeindustrie verwendet wird, oft rücksichtslos in der Natur „vergessen“ werden.
Vor- und Nachteile von PET
Polyethylenterephthalat oder kurz PET ist ein Material, das sich praktisch nicht selbst zersetzt. Eine Verrottung tritt, wenn überhaupt, wie bei Aludosen, frühestens nach ca. 500 Jahren ein. Die allererste PET-Flasche wurde übrigens erst vor rund 80 Jahren hergestellt. An sich eine gute Sache, benötigt die Herstellung doch relativ wenig Energie, PET kann zu 100 Prozent wiederverwertet werden und verliert grundsätzlich seine Eigenschaften nicht, lässt sich also wiederholt zu hochwertigen Produkten verarbeiten. Eine neue PET-Getränkeflasche kann bis zu 100 Prozent aus recykeltem PET bestehen und selbst bei der thermischen Verwertung in Müllverbrennungsanlagen werden wertvolle Rohstoffe eingespart und wäre damit etwa Glasflaschen vom ökologischem Standpunkt aus überlegen. Aber: PET-Gebinde müssen unbedingt fachgerecht entsorgt und recycelt werden. Auf der Wiese, im Gebüsch, im Wald, im See und dergleichen haben sie nichts verloren. Nicht die PET-Flasche schädigt die Umwelt, sondern Menschen, die sie nicht fachgerecht entsorgen.
Auf Müllproblem hinweisen
Die Filmreihe, die auf Initiative von Bregenz gemeinsam mit Dornbirn, Hohenems und Feldkirch sowie mit Unterstützung des Umweltverbandes entstanden ist, macht auf solche und ähnliche Probleme aufmerksam und stellt dabei die Kosten für das Wegwerfen von Abfällen in den Mittelpunkt der Betrachtung.
Am 1. August vor zwei Jahren ist in Bregenz zwar ein Littering-Verbot in Kraft getreten, das Verunreinigungen unter Strafe stellt, und neben einer bloßen Abmahnung kann es da durchaus auch einmal eine Organstrafverfügung oder eine Anzeige bei der BH geben. Die Frage, wie man Menschen dazu bewegen kann, sorgsamer mit der Umwelt umzugehen, wird in den erwähnten Kurzfilmen aber nicht mit erhobenem Zeigefinger beantwortet, sondern durchaus humorvoll und auf eine Weise, die zum Nachdenken anregt. Fst
Anschauen kann man sich den Kurzfilm unter www.bregenz.gv.at/ wegwerfenkostet