Richtig dämmen, aber wie?

HE_Blude / 27.09.2023 • 12:23 Uhr
Familie Marxgut entschied sich bereits 2009 für eine Dämmung mit Stroh. Insgesamt wurden 15 Tonnen Stroh verbaut. VMH/Archiv
Familie Marxgut entschied sich bereits 2009 für eine Dämmung mit Stroh. Insgesamt wurden 15 Tonnen Stroh verbaut. VMH/Archiv

Dämmen Wer bei der Wärmedämmung am Eigenheim Wert auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung legt, hat beim Material eine große Auswahl: Zahlreiche Alternativen zum erdölbasierten Polystyrol (z. B. „Styropor“) oder der Mineralwolle stehen zur Verfügung. Doch welches Material ist die beste Wahl? Das wiederum hängt zunächst davon ab, was genau gedämmt werden soll. Die Außenwand zum Beispiel? Das Dach? Oder die Kellerwand? Denn nicht jedes Material ist für alle Vorhaben geeignet. Am besten zieht man einen Bauphysiker oder Dämmexperten zu Rate. Für die Dämmung von Flachdächern eignet sich Steinwolle. Aber auch für Schrägdächer kann das Dämmmaterial verwendet werden. Holzfaserplatten kommen häufig als Außendämmung bei Dächern und Fassaden sowie im Innenraum bei Decken und Wänden zum Einsatz. Die Hanffaser zum Beispiel ist sehr reißfest und feuchtigkeitsbeständig. Stroh ist regional in Hülle und Fülle verfügbar und ein günstiger, ökologischer Dämmstoff. Zeitungspapier ist das Ausgangsmaterial für Zellulosedämmstoff. Weitere Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen sind z.B. Schafwolle, Flachs, Holzfasern, Schilf, Kork und Kokosfasern. Als Feuchteschutz unter der Bodenplatte kann z.B. Glasschotter verwendet werden.

80 Prozent Styropor

Noch sind rund 80 Prozent der eingesetzten Dämmstoffe in Wärmedämmverbundsystemen aus Styropor, etwa zehn bis 15 Prozent verwenden Mineralwolle und der Rest setzt auf Naturmaterialien. Kunststoffe wie Styropor zeichnen sich durch einen billigen Preis und eine lange Lebensdauer aus. Aufgrund der niedrigen Schalldämmung und Druckempfindlichkeit sollten eher Wände und Dachschrägen mit dem Material gedämmt werden. Wichtig dabei ist jedoch auch die Beschichtung: Sie sollte die Platte resistent gegen Fäulnis, Schimmel und Feuchtigkeit machen.