Neu: 1500 Euro für Sonnenstrom

Zusammen mit der Landesförderung gibt es bei zeitgleichem Heizungstausch 3500 Euro.
Förderung Seit 4. April diesen Jahres fördert der Bund die Installation einer thermischen Solaranlage, wenn zeitgleich auch die Öl- und Gasheizung oder ein Festbrennstoffkessel durch ein erneuerbares System ersetzt wird. Dieser sogenannte „Solarbonus“ beträgt 1500 Euro. Voraussetzung ist eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung mit mindestens sechs Quadratmeter Fläche, die gleichzeitig mit der neuen Heizung installiert wird. Zusammen mit der Landesförderung in Höhe von 2000 bis 4000 Euro wird eine neue Solaranlage damit mit mindestens 3500 Euro unterstützt.
Wirtschaftlichkeit
Wer sich für eine Solaranlage entscheidet, muss mit Kosten von 8000 bis 10.000 Euro rechnen. So viel macht die Installation von acht Quadratmeter Kollektorfläche für ein Einfamilienhaus in etwa aus. Die Landesförderung ist bei diesen Angaben noch nicht abgezogen. Der Vorteil ist: Die Anschaffungskosten sind exakt kalkulierbar. Dagegen aufzurechnen sind die eingesparten Brennstoffkosten für Öl, Gas oder Strom. Die Kosten dieser Energieträger unterliegen starken Schwankungen und sind über den Zeitraum der Lebensdauer einer Solaranlage von 20 bis 25 Jahren nicht vorhersehbar. Für jedes Gebäude ist eine gut geplante Anlage innerhalb der Lebensdauer der Solaranlage wirtschaftlich. Im Neubau liegen die Amortisationszeiten meist unter 15 Jahren.
Faustregel
Was die Größe der Solaranlage betrifft, gibt es eine Faustregel. Im Einfamilienhaus sollte mit 2 bis 2,5 Quadratmeter Kollektorfläche pro Person geplant werden. Im Mehrfamilienhaus mit drei bis vier Quadratmetern pro Wohneinheit. Mit einem Quadratmeter Kollektorfläche kann man zwischen ca. 350 und 450 Kilowattstunden pro Jahr gewinnen. Das entspricht 30 bis 40 Liter Heizöl, über die Lebensdauer gerechnet rund 1000 Liter Heizöl pro Quadratmeter Kollektorfläche. Und diese Lebensdauer wird wiederum mit mindestens 25 Jahren festgelegt. Natürlich halten einzelne Komponenten, wie der Solarspeicher oder die Verrohrungen, wesentlich länger. Eine Wartung der Anlage sollte alle drei bis fünf Jahre und von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.
Geld von Gemeinde
Auch in vielen Gemeinden Vorarlbergs werden Solaranlagen zusätzlich zur Landesförderung gefördert – eine Auflistung gibt es auf der Website des Energieinstitut Vorarlberg unter www.energieinstitut.at.
Aber auch das Energietelefon im Energieinstitut Vorarlberg steht kostenlos für Fragen unter Tel. 05572 31202 DW 112 zur Verfügung.
8 Tipps für den Selbstcheck
1. Wärmemengenzähler nachrüsten: Neuere Anlagen haben in der Regel einen Zähler (bei vom Land geförderten Anlagen Pflicht seit 2011).
2. Wärmemengenzähler regelmäßig ablesen und mit den Erträgen vergangener Jahre vergleichen; je nach Anlage bringt eine thermische Solaranlage jährlich zwischen 200 und 500 kWh pro m2 Kollektorfläche.
3. Temperaturen während des Betriebs beobachten: Der Temperaturunterschied zwischen Vor- und Rücklauf sollte zwischen 8°C und 20°C liegen. Je geringer die Temperatur im Speicher, desto geringer ist auch die Kollektortemperatur.
4. Ein- und Ausschaltpunkte beobachten: Je nach Einstellung der Steuerung und Platzierung der Fühler besteht bei geringer Sonneneinstrahlung die Gefahr, dass die Anlage öfter nur kurz einschaltet.
5. Rohrdämmungen und Kollektor überprüfen: Der Kollektor kann bei einem Wetterumschwung beschlagen, was aber nicht mehrere Tage dauern soll. Feuchtigkeitsspuren am Unterdach oder am Kollektorglas deuten auf undichte Stellen. Die Leitungen sollen ausreichend gedämmt sein, die Dämmung intakt und vollständig.
6. Anlagendruck beobachten: Je nach Temperatur schwankt der Anlagendruck. Der vom Installateur angegebene Druck bei kalter Anlage sollte höchstens um 0,5 bar unterschritten werden. Die meisten Anlagen arbeiten zwischen 2 und 5 bar.
7. Fehlzirkulation: Wenn die Kollektortemperatur nachts über der Außentemperatur liegt, wird der Kollektor vermutlich durch Fehlzirkulation aufgeheizt.
8. Nachheizung abschalten: Das Abschalten der Nachheizung (Elektroheizung im Boiler oder Heizkessel) im Sommer verhindert unnötiges Aufheizen und lässt einen Ausfall der Anlage sofort erkennen. Kollektor führt die Sorlarleitung