Gelebte Regionalität in St. Gerold aufgetischt

HE_Blude / 20.10.2021 • 14:11 Uhr
In der Propstei St. Gerold wurde zu Wochenbeginn intensiv über gelebte Regionalität diskutiert.
In der Propstei St. Gerold wurde zu Wochenbeginn intensiv über gelebte Regionalität diskutiert.

Zweitägiger Diskurs zu den Möglichkeiten, Regionalität nachhaltig auf den Teller zu bringen.

St. Gerold Kürzlich fanden sich in der Propstei St. Gerold etwa 80 Gäste aus dem ganzen Land ein, die garniert mit einem fachlichen Input des hochkarätigen Referenten Hannes Royer, Bergbauer und Obmann des Vereins „Land schafft Leben“, sowie einem begleitenden Moderatorenteam einen interaktiven Diskurs zu gelebter Regionalität führten. Nach ein paar Fakten und Denkanstößen wurde vor allem aktiv zugehört, diskutiert und in weiterer Folge konkretisiert, wie es in Zukunft noch besser gelingen kann, Kooperationen zu stärken und Regionalität auf den Teller zu bringen – im Privathaushalt genauso wie in Betrieben der Gastronomie und Hotellerie.

Transparenz und gemeinsamer Weg

Hannes Royer zeigte mit anschaulichen Beispielen auf, wie wichtig Ehrlichkeit in Kooperation, landwirtschaftlicher Produktion und dem Angebot regionaler Produkte ist. „Wahrheit und Schönmalerei liegen oft nahe beisammen. Transparenz und ein gemeinsamer Weg sind der Schlüssel dafür, die Chancen der Regionalität nachhaltig nutzen zu können, gerade als Biosphärenparkregion, aber auch in starken Kooperationen über den Tälerrand hinaus“, ist Royer überzeugt. Er lädt dazu ein, den Begriff Regionalität mutig weiter zu denken, klar zu definieren und damit die kleinräumigen Strukturen nachhaltig zu stärken. „Im Durchschnitt sind aktuell nur etwa neun Prozent einer Mahlzeit in einem österreichischen Gastronomiebetrieb auch österreichische Produkte, da gibt es dringenden Handlungsbedarf, möchte man ehrlich von Regionalität sprechen“, streicht er hervor. Fakt ist, dass regionale Produkte heimische Strukturen stärken und maßgeblich zu einer hohen Lebensqualität beitragen.

Die Klima- und Energiemodellregion Biosphärenpark Großes Walsertal als Gastgeber beschäftigt sich mit ihren Akteuren schon seit dem Gründungsjahr 2000 mit den Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung und setzt diese konsequent um. Unterschiedliche Projektgruppen wie die Arbeitsgruppen zur Leitidee Urlaub im Biosphärenpark, das e5-Team, Bergholz, Talsennereien, Alchemilla Kräuterfrauen oder Bergtee widmen sich ebenso wie
Direktvermarkter seit Jahren dem Thema, wie eine Stärkung regionaler Angebote gelingen und als Mehrwert für eine hohe Lebensqualität ebenso wie als konkrete Maßnahmen gegen den Klimawandel gelebt werden kann.

Biosphärenpark-Obmann Josef Türtscher und LAbg. Andrea Schwarzmann sind sich einig, „dass enorm viel Offenheit und Bereitschaft zum gemeinsamen Gestalten in diesen beiden Tagen spürbar war und die Weisheit der vielen Anwesenden nachhaltig zur Weiterentwicklung dieses wichtigen Themenfeldes genutzt werden kann“.

„Transparenz und ein gemeinsamer Weg sind der Schlüssel zum Erfolg.“

Regio-Manager Ingo Türtscher, Referent Hannes Royer, Biosphärenpark Managerin Christine Klenovec, Regio und Biosphärenpark Obmann Josef Türtscher, Energiemanager Andreas Bertel (v.l.).Biosphärenpark Großes Walsertal
Regio-Manager Ingo Türtscher, Referent Hannes Royer, Biosphärenpark Managerin Christine Klenovec, Regio und Biosphärenpark Obmann Josef Türtscher, Energiemanager Andreas Bertel (v.l.).Biosphärenpark Großes Walsertal