200 Stimmen im leuchtenden Sakralraum

HE_Blude / 20.10.2021 • 14:13 Uhr
Gerda und Erwin Mittermayr besuchten ebenfalls das Benefizkonzert.

Acht Chöre begeisterten beim Konzert in der Heilig-Kreuz-Kirche.

Bludenz Zu einem besonderen Liederabend luden am vergangenen Sonntag das Bludenzer Kulturbüro und gleich acht Chöre aus Bludenz und Umgebung in die Heilig-Kreuz-Kirche ein.

„Die stimmsicheren Sänger der Chöre Gioia, Sunshine, Sing-ing-Bings, des Franziskanerchores, Bludenzer Liederkranzes, der Bludenzer Sängerrunde, der Chorgemeinschaft Cantemus und des Kirchenchores Heilig-Kreuz sorgten beim diesjährigen Benefizkonzert ‚Chörig‘ in der Heilig-Kreuz-Kirche Bludenz für Gänsehaut bei den rund 350 Besuchern“, freute sich Nikola Bartenbach von Bludenz Kultur. An dem frühen Abend traf Traditionelles auf moderne Interpretationen: Neben altbekannten Mundartliedern wie beispielsweise „Wia s’ Johr vergoht“ und „O Hoamatle“ präsentierten die acht Gruppen auch Chormusik aus dem In- und Ausland sowie moderne Songs von Guns n´ Roses und Coldplay.

Insgesamt ermöglichten fast 200 Chormitglieder den einzigartigen Konzertgenuss. Die Chöre wählten jeweils drei Stücke aus, die sie nacheinander präsentierten. Das Klangspektakel, das zum dritten Mal stattfand, geht auf eine Initiative von Christoph Thoma aus dem Jahr 2017 zurück. „Das Konzert war einmal mehr ein Beleg dafür, wie vielfältig die kulturelle Landschaft in der Stadtregion Bludenz ist“, so der jetzige Landtagsabgeordnete. „Und zudem einfach ein gelungenes Klangerlebnis, das die künstlerische Kraft der Sängerinnen und Sänger dokumentiert und zeigt, wie wichtig Vereinsleben gerade während der sozialen Isolierung aufgrund der Corona-Pandemie war und ist“, ergänzte Thoma.

Starke Chorlandschaft

Kulturstadtrat Cenk Dogan und Bürgermeister Simon Tschann zeigten sich begeistert: „Dieser Konzertabend hat bewiesen, welche Früchte gemeinsames Schaffen und Wirken tragen kann.“ Für manche war der Auftritt im Gotteshaus, dessen mit farbigen Glasfenstern ausgestatteter Raum von der Abendsonne erhellt wurde, der erste seit Langem. Alle Vereine achteten penibel auf die Covid-Regeln. „Natürlich bringt das Kontrollieren der 3-G-Regel einen Mehraufwand mit sich. Aber alles ist momentan besser, als zu Hause zu sitzen und nicht proben zu können“, meinte Dogan im Gespräch. „In der Stadt Bludenz und unserer Region haben wir eine sehr starke Chorlandschaft und darauf können wir sehr stolz sein“, ergänzte Dogan. Die acht Chöre haben nicht nur für ein gut besuchtes Klangerlebnis gesorgt, sondern auch den Benefizgedanken in den Fokus gerückt. Dass dabei eine Summe von mehr als 4000 Euro gesammelt werden konnte, ist ein klares Zeichen für ein gelebtes Miteinander. Der gesamte Erlös kommt den Organisationen „MA HILFT“ und „Licht ins Dunkel“ zugute. SCO

Gerda und Erwin Mittermayr besuchten ebenfalls das Benefizkonzert.

Gut besucht war die Heilig-Kreuz-Kirche beim Benefizkonzert „Chörig“. SCO
Gut besucht war die Heilig-Kreuz-Kirche beim Benefizkonzert „Chörig“. SCO
Alt-LH Martin Purtscher mit Gattin Gretl und Tochter Vera.