Neues Angebot für Familien: Schnitzeljagd auf der Tschengla

HE_Blude / 15.09.2021 • 16:44 Uhr
Elmar Fritsche, Obmann von Familieplus, und Julia Baltzer von GoTrail begeben sich auf Schnitzeljagd. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Elmar Fritsche, Obmann von Familieplus, und Julia Baltzer von GoTrail begeben sich auf Schnitzeljagd. VN/JUN

Die Gemeinde Bürserberg hat sich mit den Entwicklern der App GoTrail zusammengetan und ein neues Angebot für Familien geschaffen.

Bürserberg Auf der Tschengla kann man sich seit Neuestem auf Schnitzeljagd begeben. Alles was man dafür braucht ist ein Handy mit GPS- und Internet-Funktion sowie Papiertütchen, Straßenkreide und Filzstifte. Die Gemeinde Bürserberg stellt die Schnitzeljagd für alle Abenteurer kostenlos zur Verfügung. Die drei Kilometer lange Route sowie die Anweisungen zu den einzelnen Stationen, die sich um die Geschichte „Das grüne Band der Räter“ drehen, sind in der kostenlosen App GoTrail zu finden. Damit will die Gemeinde ein Angebot für einheimische Familien schaffen.

An der Geißhütte kann man kleine Zicklein bauen und sich auch hineinsetzen.<span class="copyright">VN/JUN</span>
An der Geißhütte kann man kleine Zicklein bauen und sich auch hineinsetzen.VN/JUN

Julia Baltzer von GoTrail und Elmar Fritsche, Obmann von Familieplus, begeben sich zusammen auf Schnitzeljagd. Die Idee zur digitalen Schnitzeljagd auf der Tschengla hatte das Team von Familieplus im Frühjahr gehabt, nachdem es gesehen hatte, wie erfolgreich die digitale Ostersuche von GoTrail auf dem Schlinser Jagdberg war. „Da habe ich direkt Kontakt mit Oliver Baltzer aufgenommen“, erzählt Elmar Fritsche. Familieplus wollte für Bürserberg ebenfalls ein Angebot für Familien schaffen, das auch während der Corona-Pandemie problemlos genutzt werden kann.

Die Tschengla hat man deshalb als Ort ausgewählt, weil dort die Kinder ungestört, ohne Verkehr, spielen und sich frei bewegen können. Jedoch ist auch im Dorf eine weitere Schnitzeljagd geplant. Doch wie funktioniert diese überhaupt? Nachdem man die App GoTrail auf das Handy heruntergeladen hat, klickt man auf die Geschichte „Das grüne Band der Räter“. Dann öffnet sich ein animiertes Video. Die „Rätin“ leitet die Teilnehmer durch die insgesamt 17 Stationen, erklärt an jeder Station, was dort zu tun ist.

Ein selbstgebautes Zicklein bei der Geißhütte.
Ein selbstgebautes Zicklein bei der Geißhütte.

Individuelle Geschichten

Dabei sind die Stationen auch mit etwas Wissenswertem gespickt, so erfährt man zum Beispiel etwas über die Namensgebung des Schillerkopfes und über die mysteriösen, neolithischen Steinkreise. Manchmal stellt die Rätin aber auch individuelle Fragen, zum Beispiel, bei welchem Wetter man gerade die Schnitzeljagd macht. Die Antworten sowie die Namen der Teilnehmer fließen in den Text, den man im Anschluss per
E-Mail zugeschickt bekommt, mit ein, sodass am Ende jedes Team seine ganz persönliche Geschichte lesen und behalten darf.

Auch den eigenen Fußabdruck muss man aus Steinen legen und diese mit Rätischen Schriftzeichnen beschriften.<span class="copyright">VN/JUN</span>
Auch den eigenen Fußabdruck muss man aus Steinen legen und diese mit Rätischen Schriftzeichnen beschriften.VN/JUN

Alpe Rona als genussvoller Abschluss

Der Abschluss der Schnitzeljagd bildet die Alpe Rona, in der man bei einer zünftigen Jause mit selbst gemachtem Käse und Milch einkehren kann. Auf dem Weg zurück zum Wanderparkplatz geht es nochmals ans Eingemachte. Bei der letzten Station duelliert man sich beim Straßenkegeln. Dazu nimmt man einen schon davor aufgehobenen, ovalen Stein, beschriftet diesen mit seinem Namen und los geht’s. Der Erste, der in die Regenrinne bei Heidis Hütte trifft, hat gewonnen. Gestartet wird beim Kuhgitter bei der Alpe Rona. Wenn der Stein ins Gras fällt, muss man drei Schritte zurückgehen und von dort aus weiterspielen.

Handy nur ein Werkzeug

„Das Handy ist auf dem Weg nur ein Werkzeug, um Dinge real erleben zu können“, betont Julia Baltzer. Bei den Stationen stehen das Arbeiten und Spielen mit der Natur im Mittelpunkt. So muss man bei der Geißhütte eine Ziege aus herumliegenden Steinen und Stöcken bauen. An einer anderen Station baut man Zapfenmännchen, an der nächsten legt man Blumen aus Stein. Weiter oben muss man seinen eigenen Fußabdruck aus Steinen legen und an einer weiteren Station kreiert man „Beobachter des Waldes“.

Bei den meisten Stationen arbeitet man mit Naturmaterialien.
Bei den meisten Stationen arbeitet man mit Naturmaterialien.

Geschichte und Videos austauschbar

Die Stationen weisen keine Hinweistafeln oder ähnliches auf. „Wir wollten keine Schilder hinpflanzen, sondern mit so wenig Equipment wie möglich auskommen“, erklärt Baltzer. „Der Aufwand war null. So entstehen auch keine Wartungskosten“, fügt Fritsche hinzu. Familieplus habe bereits viel Vorarbeit geleistet, die Route gesteckt und die Geschichte selbst recherchiert. Zudem könnten jederzeit die Videos und damit auch die Geschichte ausgetauscht werden. Die zweieinhalbstündige Schnitzeljagd ist bereits für Kinder im Kindergartenalter geeignet. Die Teilnehmerzahl ist unbegrenzt.

Power Walk als zweites Angebot

Für Sportbegeisterte gibt es ebenfalls ein Angebot von GoTrail – den Panorama Power Walk auf der Tschengla. 19 Stationen mit verschiedenen Übungen laden zum Mitmachen ein. In Videos wird die richtige Ausführung der Übungen zuvor genau gezeigt. „Jeder kann die Übungen in seinem Level machen“, erklärt Baltzer. Der Rundweg ist 4,8 Kilometer lang und dauert rund zwei Stunden. VN-JUN

Auszug aus der App.<span class="copyright">GoTrail</span>
Auszug aus der App.GoTrail