Mit Elan und Ideen ins Sommerprogramm

HE_Blude / 10.03.2021 • 09:31 Uhr
Verena Burtscher reagiert flexibel auf die sich verändernden Anforderungen.
Verena Burtscher reagiert flexibel auf die sich verändernden Anforderungen.

Villa Falkenhorst plant eine Ausweitung des „Blumenegger Sommers“.

THÜRINGEN Verena Burtscher, die engagierte Geschäftsführerin der Villa Falkenhorst in Thüringen, steht seit Monaten vor besonderen Herausforderungen. Programme werden jeweils erstellt, müssen dann wegen der Corona-Pandemie verschoben werden und können schlussendlich mitunter doch nicht durchgeführt werden. Doch Verena Burtscher bleibt eine unverwüstliche Optimistin und plant bereits eine Erweiterung des „Blumenegger Sommers“.

Sie sind nun seit rund zwei Jahren Geschäftsführerin der Villa Falkenhorst. Eine bewegte und zugleich herausfordernde Zeit – wie geht es Ihnen damit?

BURTSCHER Wenn ich auf die letzten beiden Jahre zurückblicke, überwiegt trotz der momentan schwierigen Situation die Freude: Wir haben unglaublich viele schöne Veranstaltungen durchführen können, fantastische Künstler zu Gast gehabt und viele glückliche Hochzeitspaare an ihrem großen Tag begleiten dürfen. Natürlich macht uns – wie vielen anderen auch – die fehlende Planungssicherheit sehr zu schaffen. Der Rückhalt, den ich derzeit vonseiten des Vereins Villa Falkenhorst sowie auch von der Gemeinde und unserer Sponsoren, Förderern und Mitgliedern erlebe, ist für mich wirklich ­beeindruckend. Diese Unterstützung und der Zusammenhalt ermöglichen es, weiterhin kreative Ideen zu entwickeln und die Lust am Tun nicht zu verlieren.

Für den „Blumenegger Sommer“ ist eine Einbindung von anderen Gemeinden geplant?

BURTSCHER Den „Blumenegger Sommer“ gibt es auf Falkenhorst ja schon lange und es wurden bereits einzelne gemeinsame Veranstaltungen in oder mit anderen Gemeinden durchgeführt. Der Name unseres Sommerprogrammes soll aber zukünftig verstärkt diesem auch gerecht werden: Gemeinsam mit anderen Kulturinitiativen, Ausschüssen und Akteuren aus den Blumenegg-Gemeinden wird es in diesem Jahr ein buntes Programm geben, das auch andere Spielstätten wie beispielsweise das Gemeindezentrum in Ludesch, die St.-Jakobs-Kirche in Bludesch oder die Ruine Blumenegg in Thüringerberg einschließt. Diese Kooperationen ermöglichen es uns, unser Programm noch diverser zu gestalten und neue Genres und Richtungen zu erschließen. Ein Beispiel dafür wird der Auftritt von Kabarettist Gery Seidl in Zusammenarbeit mit dem Kellertheater Lampenfieber sein.

Sie haben bislang sehr viel Inno­vationsgeist bewiesen. Was steht für den „Blumenegger Sommer“ sonst noch auf dem Programm?

BURTSCHER Wir präsentieren auch in diesem herausfordernden Jahr ein Sommerprogramm, das beliebte und bewährte Elemente genauso einschließt wie neue Ideen und Projekte. So wird es das erste Mal einen Open-Air-Kino-Abend in Ludesch geben, aber auch das traditionelle Falkenhorst-Fest mit Tanz und Mittagessen oder das Festkonzert der Militärmusik Vorarlberg. Über den ganzen Sommer verteilt haben wir eine wunderbare Mischung an regionalen und internationalen Künstlern zu Gast, die ein breites Spektrum von Klassik über Swing, Chanson und Jazz bieten.

Werden auch die Salonvorträge ­weitergeführt?

BURTSCHER Die Salonvorträge
bilden nach wie vor einen wichtigen Schwerpunkt. Wir hoffen sehr, dass wir am 7. April wie geplant in dem neuen Zyklus starten
können. Auf dem Programm steht
ein musikwissenschaftlicher Vortrag rund um den 250. Geburtstag von
Ludwig van Beethoven im vergangenen Jahr. Bernhard Achhorner von der Universität Innsbruck wird
über Beethovens Kreativprozess
und den „Mythos Beethoven“ sprechen.

Die Planbarkeit von Veranstaltungen ist nach wie vor sehr ungewiss. Wie schaffen Sie es trotzdem, optimistisch zu bleiben?

BURTSCHER Die vielen Verschiebungen, Absagen und die Ungewissheit sind natürlich nicht besonders erfreulich und nicht nur organisatorisch eine große Herausforderung. Auch die Gespräche mit Künstlern, die das vergangene Jahr teilweise an den Rand ihrer Existenz gebracht hat, gehen mir natürlich nahe. Was gut tut, sind Gespräche mit Freunden sowie der Ausgleich beim Skifahren. BI

Zur Person

VERENA BURTSCHER

Geboren 1987

Wohnort Feldkirch/Thüringerberg

Beruf Geschäftsführerin der Villa Falkenhorst

Lieblingsoper Les contes d‘Hoffmann von Jacques Offenbach

Was vermissen Sie derzeit am meisten Die Veranstaltungen und das „Leben“ auf Falkenhorst.