St. Gallens Spitäler müssen Personal abbauen

Krankenhäuser im Kanton St. Gallen bauen Stellen ab.
St. Gallen “Die finanzielle Lage der St.Galler Spitäler ist dramatisch. Wir sind gezwungen, einschneidende Massnahmen zu treffen”, zitiert das ostschweizer Portal FM1 today deren Verwaltungsratspräsident Stefan Kuhn. Er leitet die vier Krankenhäuser des Kantons, mit insgesamt 9000 Mitarbeitern. 440 Stellen werden nun aus Kostengründen gestrichen, für den Abbau setzen sich die vier Spitalsverbunde einen engen Zeitrahmen.
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So muss das als Zentralspital dienende und größtes nicht-universitäre Krankenhaus der Schweiz, das Kantonsspital St. Gallen bis Ende 2024 auf 260 Stellen verzichten. Die Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland mit den Standorten Grabs und Altstätten plant den Abbau von rund 80 Stellen in den Jahren 2023/2024 sowie von etwa 45 Stellen im Jahr 2027. Linth soll 41 und die Spitalsregion Fürstenland Toggenburg acht Stellen reduzieren.
Erreichen will man den Abbau über Pensionierungen und natürliche Fluktuationen, aber auch Kündigungen werden als notwendig erachtet. Dies wird sich nicht nur auf die Verwaltung beschränken, auch in den Bereichen Medizin und Pflege wird man künftig mit weniger Personal auskommen müssen. Die konkreten Pläne zum Personalabbau sollen bis Ende Oktober ausgearbeitet werden.
Millionenverluste
Die St. Galler Spitäler schreiben seit Jahren tiefrote Zahlen und befinden sich mitten im organisatorischen Umbau, auch mit Spitalsschließungen. Laut Medienberichten aus dem März war im Jahr 2022 einen Verlust von 52,6 Millionen Franken zu verbuchen, bei einem Umsatz von 1,36 Milliarden Franken.
Erst im Frühling 2023 wurde, teilweise per Volksentscheid, eine Kapitalisierung der St.Galler Spitäler von insgesamt 160 Millionen Franken genehmigt. Diese Finanzspritze genügt jedoch offensichtlich nicht. Gleichzeitig bringe die Tarifpolitik der Krankenkassen und des Kantons trotz überdurchschnittlicher Teuerung keine Preisanpassungen mit sich.