Unfug
Wie Sie aus meinen Kolumnen wissen, bin ich viel unterwegs. Vorzugsweise mit dem Rad oder noch öfter zu Fuß mit dem Hund. Beim Spazierengehen fällt einem so allerhand ins Auge. Leider nicht nur Gefälliges. Was meinen Blick unlängst anzog, waren schwarze Schmierereien auf einem öffentlichen Gebäude. Nichts Plakatives, nur undefinierbares Gekritzel, aber das gleich in mehrfacher Ausfertigung. Solches ist auch sonst im Dorf zu finden, jedoch nur einzeln und ziemlich verstreut. Eine Botschaft, so der Sprayer denn eine hinterlassen wollte, erschließt sich aus keinem der dubiosen Schriftzeichen. Blanker Unfug, sage ich dazu.
Ganz abgesehen davon, dass es Mühe und Geld kostet, die Farbe wieder zu entfernen. Zeit und Wetter gegen solche Schmieragen arbeiten zu lassen, wie etwa beim Peace-Zeichen am Känzele, spielt sich inmitten einer Gemeinde nicht. Da muss der Putztrupp dann schneller ran. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich frage mich schon, was Leute antreibt, bei Nacht und Nebel mit der Spraydose durch die Gegend zu laufen und mutwillig Wände zu verunzieren. Oder gibt es gar einen künstlerischen Auftrag? Das erscheint heutzutage ja auch nicht mehr immer so ganz klar. Sind hingegen Langeweile oder zu viel Freizeit die Triebfeder, gäbe es dafür sinnvollere Gestaltungsmöglichkeiten. Wäre doch eine Überlegung wert, oder?
Marlies Mohr
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