So ein Müll!
Sie sind sicher auch schon über den Begriff Plogging gestolpert. Er steht schlicht und ergreifend für eine Entwicklung, bei der andere für jene den Rücken krumm machen, die ihren Müll achtlos in der Landschaft deponieren. Plogging als Trendsport zu verkaufen, mag ja ganz herzig sein und eine gute Seite haben, aber im Grunde entlassen wir damit die Dreckspatzen nur aus ihrer Verantwortung.
Sie können sich sicher sein, dass irgendjemand irgendwann den Abfall schon wegräumen wird. So geschieht es in den meisten Fällen auch. Zum Glück, muss man sagen. Es ist allerdings schon schäbig, wie Leute ihren Müll zum Teil entsorgen. Unlängst kam ich auf meinen Morgenspaziergang mit dem Hund an einer kleinen Bucht mit Bank und Abfalleimer vorbei. Alte Leute sitzen gerne dort, im Sommer, wenn die kleinen Lavendelbüsche blühen. Um diese Jahreszeit ist der Platz weniger frequentiert. Zumindest von jenen, die Ruhe suchen.
Andere haben ihn als Müllablage entdeckt. Auf jeden Fall lehnten an diesem Sonntagmorgen drei große prallgefüllte Müllsäcke unter dem Abfallkübel. Das sind Dinge, die mich zutiefst ärgern. Ganz zu schweigen von dem Dreck, der überall lose herumliegt. Ich will nicht zynisch erscheinen, aber vielleicht sollten sich Klimaaktivisten zur Abwechslung einmal an solchen Plätzen festkleben, denn Müllentsorgung, noch mehr aber Müllvermeidung hat doch auch mit Klimaschutz zu tun, oder nicht?
Im Frühjahr werden sie landauf und landab wieder starten, die Müllsammelaktionen. Danke schon jetzt an alle, die mitmachen. Selbstverständlich und engagiert.
Marlies Mohr
marlies.mohr@vn.at
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