Es grünt so grün
Die frühen Morgenstunden gemahnen irgendwie schon wieder an den Herbst. Zumindest an den ersten Tagen der zu Ende gehenden Woche wäre ich mehr als einmal geneigt gewesen, mir eine Mütze oder wenigstens ein Stirnband über die Ohren zu ziehen. Es wurde letztlich nur ein langärmliger Pullover, aber auch der leistete mir gute Dienste. Vor allem ist er nicht als ungewöhnlich für diese Jahreszeit aufgefallen. Ein paar Tage zuvor hatten wir in einer Runde wehmütig festgestellt, dass der Sommer in unseren Breiten eigentlich viel zu kurz ist und wettertechnisch auch noch ziemlich wechselhaft sein kann. Wir kennen das: Sobald sich früher oder später eine Schlechtwetterphase anschleicht, wird und bleibt es meistens kühl.
Dabei sollten wir nicht jammern, denn während in anderen Ländern auf diesem Kontinent die Scholle unter einer gnadenlosen Trockenheit bricht, umgibt uns ungebändigtes sattes Grün. Natürlich sind die Tage zuweilen heißer und die Regenschauer heftiger, aber alles in allem blieben wir bislang vor größerem Unbill verschont. Und das will in Zeiten wie diesen durchaus etwas heißen. Das entbindet uns jedoch nicht von der Verantwortung, weiterhin und noch mehr als sonst darauf zu achten, dass es nicht schlimmer wird. Jeder kann einen Beitrag leisten, er muss nur wollen. Beispielsweise seinen Müll ordentlich entsorgen, statt achtlos wegwerfen, oder statt dem Auto öfter auf das Fahrrad umsteigen, oder einfach zu Fuß gehen. Es gibt viele Gelegenheiten, dem Klima etwas Gutes zu tun. Sie kennen sicher den Ohrwurm aus „My fair Lady“: Es grünt so grün…In Spanien haben viele Blüten längst aufgehört zu blühen . . .
Marlies Mohr
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