Ungetrübte Sicht für Freizeitsportler

Auch Kontaktlinsenträger sollten sich nur mit zusätzlicher Brille aufs Rad schwingen.
Bludenz Österreich ist zu einem Land der Hobby-Radler geworden. Jährlich leisten sich derzeit rund eine halbe Million Menschen ein neues Fahrrad. Doch es kommt nicht nur auf die passende technische Ausrüstung an. Gute Sicht ist bei diesem Freizeitsport ebenfalls eine wichtige Voraussetzung, um Unfälle zu vermeiden. Die Vorarlberger Augenoptiker/Optometristen wissen, worauf es dabei ankommt und warum sich sogar Kontaktlinsenträger nur mit einer zusätzlichen Brille auf den Drahtesel schwingen sollten.
Rund 70 Prozent der österreichischen Haushalte verfügen über mindestens ein Fahrrad. Radausflüge sind zu einem Lieblingshobby geworden. Überanstrengte oder durch äußere Einflüsse beeinträchtigte Augen sind jedoch häufig der Auslöser für Radunfälle. Wer auf einem E-Bike fährt, ist besonders gefährdet, denn die meisten Unfälle passieren, weil die eigene Geschwindigkeit unterschätzt wird. Zur Beurteilung von Geschwindigkeiten sind gute Sicht und das Einschätzen von Abständen wichtig.
Entscheidende Faktoren
Simon Bitsche, Vorarlberger Landesinnungsmeister der Augenoptiker, rät: „Gerade für Menschen, die auch im Alltag eine Brille benötigen, reicht eine einfache Sonnenbrille nicht aus. Den größten Schutz bietet eine gut angepasste Fahrradbrille.“ Um das geeignete Modell zu finden, sind verschiedene Faktoren entscheidend. Die Tönung verbessert die Sicht und schützt vor UV-Strahlen. Für die passende Tönung der Radbrille sollten Sportbegeisterte sich überlegen, welche Gegenden sie hauptsächlich durchqueren und welche Lichtverhältnisse vorherrschend sind. Allen, die das ganze Jahr über und bei Dunkelheit sportlich unterwegs sind, können selbsttönende Gläser helfen, die auch in der Nacht für gutes Sehen sorgen. Radler sollten nur mit einer Brille mit den passenden optischen Gläsern losfahren: Wer seine Augen ständig anstrengt, um besser zu sehen, bekommt schnell Ermüdungserscheinungen. Der Optiker kann die Gläser so kombinieren, dass sowohl Sehkorrektur, Tönung und UV-Schutz optimal aufeinander abgestimmt sind.
Schutz vor Wind und Zugluft
Nicht zu unterschätzen ist der Fahrtwind, in dem sich Sand, Staub, Pollen oder Insekten finden, die die Augen verletzen können. Eine seitlich gut abschließende Brille schützt zudem vor Seitenwind oder Blendung. Äußerst wirksam ist die Sportbrille gegen das Austrocknen der Augen. Auch Kontaktlinsenträger sollten sich deshalb beim Radeln vor dem Fahrtwind schützen, denn obwohl Kontaktlinsen gut für den Sport geeignet sind, weil sie das Sichtfeld nicht einschränken, kann Zugluft die Linsen austrocknen.
Perfekte Passform
Simon Bitsche: „Eine gute Radfahrbrille sollte ihrem Träger das Gefühl geben, dass sie gar nicht da ist. Sie muss angenehm auf der Nase und den Ohren aufliegen, darf rundherum gut abschließen und auch bei Bodenunebenheiten nicht von der Nase rutschen.“ Qualitativ hochwertige Sportbrillen bieten die Möglichkeit, die Gläser sogar, wenn nötig, täglich zu tauschen und an unterschiedliche Lichtverhältnisse anzupassen. Bitsche: „So erhöht man die Sicherheit, und der Sport bringt mehr Spaß.