Wunsch nach regelmäßiger kardiologischer Vorsorge

Gesund / 11.03.2022 • 11:04 Uhr

wien Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den am meisten verbreiteten Krankheiten. In Österreich stirbt jeder Dritte an deren Folgen. Eine gute Herzvorsorge hilft, Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. So können irreversible Folgeschäden vermieden werden.

Laut einer Erhebung des Vereins „Meine Herzklappe“ wurde bei sieben Prozent der Befragten ihre Herzklappen-Erkrankung bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt. Bei einem Drittel war die Diagnose ein reiner Zufallsbefund, und bei 20 Prozent wurde die Herzklappenerkrankung erst bei einer Notfalleinlieferung diagnostiziert. Um die rechtzeitige Erkennung von Herzerkrankungen zu verbessern, wünschen sich die meisten der befragten Patienten und Ärzte eine regelmäßige kardiologische Vorsorgeuntersuchung.

Erinnerungsschreiben

Das Angebot von kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen hilft aber nur dann, kardiologische Erkrankungen und Herzklappenfehler frühzeitig zu behandeln, wenn dieses Angebot wahrgenommen wird. In diesem Zusammenhang wurde sehr häufig der Wunsch nach einem persönlichen Anschreiben genannt, sei es per Brief, Mail oder SMS. Als mögliche Absender eines solchen Erinnerungsschreibens für die Vorsorgeuntersuchung hat ein Großteil den Hausarzt genannt, gefolgt von den Krankenkassen und dem Gesundheitsministerium. Auch der Arbeitgeber könnte dem Verein zufolge ein guter Motivator für die Teilnahme an einer kardiologischen Gesundheitsvorsorge sein.

„Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die große Herausforderung unserer Zeit. Gesundheitsvorsorge ist deshalb umso notwendiger, denn früh entdeckt, können gesundheitliche Probleme einfacher und effektiver behandelt werden“,  betont auch Professor Christian Hengstenberg, der Leiter der klinischen Abteilung für Kardiologie der MedUni Wien/AKH.