Ganz offen über die seelische Gesundheit reden

Gesund / 19.11.2021 • 11:28 Uhr

Bregenz „Suizidrate steigt“, „Psychische Erkrankungen nehmen drastisch zu“, „Corona und Depression: Ein Leben zwischen Angst und Einsamkeit“, „Wartezeit für einen Therapieplatz: 3 bis 6 Monate“: Laut WHO sind weltweit ca. 300 Millionen Menschen von Depressionen, 47 Millionen von Demenz und 21 Millionen von Schizophrenie betroffen. Das Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit berichtet, dass in Österreich 26 Prozent der Menschen an depressiven Symptomen leiden.

Heimlichkeit kostet Kraft

Betroffene versuchen oft zu verheimlichen, was mit ihnen los ist. Dies kostet ebenso viel Energie wie die Erkrankung selbst. „Machen wir diese Ängste und Schwierigkeiten zum Thema, und das nicht nur in Psychiatrien, sondern vor allem innerhalb der Gesellschaft. Psychotherapeuten und Psychopharmaka bieten wichtige Unterstützung, gleichzeitig sehen wir auch das direkte Umfeld als große Chance für Heilung. Ist es möglich, muss dieses einbezogen werden“, informiert der Verein von Angehörigen psychisch Erkrankter, hpe.

Im Frühjahr 2022 startet wieder ein Online-Trialog mit dem Titel „Es darf mir gut gehen“. Er bietet eine Plattform zum offenen Austausch zwischen Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen. In den bisherigen Trialogveranstaltungen war vor allem der große Wunsch nach Entstigmatisierung und Aufklärung spürbar. Weitere Infos gibt es unter: www.hpe.at, www.verein-omnibus.org; Kontaktaufnahme: ulrike.längle@hpte.at