Überlebenswichtig

Gesund / 25.06.2021 • 12:11 Uhr
Wer Erste-Hilfe-Kenntnisse hat, hilft im Notfall doppelt.rotes kreuz
Wer Erste-Hilfe-Kenntnisse hat, hilft im Notfall doppelt.rotes kreuz

Reanimationsregister bescheinigt Rotem Kreuz hohe Qualität.

Feldkirch Seit 2017 speist auch Vorarlberg das Deutsche Reanimationsregister mit Daten. Einen wichtigen Part übernimmt dabei das Rote Kreuz: „Unsere Einsatzkräfte liefern wichtige Informationen zu erfolgten Reanimationseinsätzen, also jenen Einsätzen, bei denen Patienten einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hatten und reanimiert werden mussten bzw. konnten“, erklärt Christian Walleczek, Intensivmediziner und Notarzt am Landeskrankenhaus Feldkirch. Er und sein Kollege Markus Amann vom Krankenhaus Dornbirn zeichnen dafür verantwortlich, dass die sogenannten Verlaufsdaten der reanimierten Patienten, die in Spitäler eingeliefert wurden, erfasst werden. Im vergangenen Jahr musste der Rettungs- und Notarztdienst 431 Mal zu Patienten mit einem Atem- und Kreislaufstillstand ausrücken. „Daraus wird ersichtlich, wie häufig diese Notfallsituation tatsächlich auftritt“, sagt Walleczek.

Für die Versorgung von Notfallpatienten gibt es zahlreiche Qualitätsindikatoren. Die Daten aus dem Reanimationsregister bieten dafür wertvolle Unterstützung etwa für Schulungen und Trainings. „Entscheidend ist aber, dass wir einen Blick auf die gesamte Rettungskette – vom Notruf in der Leitstelle bis zur Versorgung im Krankenhaus – erhalten“, führt der Intensivmediziner aus und spricht dabei die Bedeutung der Ersthilfe an. Die rasche Durchführung von Erster Hilfe sei für die betroffenen Menschen von enormer Bedeutung. „Sie ermöglicht es, Leben zu retten“, betont Christian Walleczek und ergänzt: „Es sollte unser aller Bemühen sein, die Bereitschaft, die Ersthilfe anzuwenden, noch weiter auszubauen. So wäre es beispielsweise sehr wichtig, bereits Kindern flächendeckend Kenntnisse in Erster Hilfe zu vermitteln.“

Große Bereitschaft

Was das Rettungs- und Notarztwesen angeht, sieht Walleczek den eingeschlagenen Weg mehr als bestätigt. „Es wird hervorragend gearbeitet, auch im internationalen Vergleich, wie wir mit den Registerdaten zeigen können.“ Es bestehe in Vorarlberg eine exzellente Notrufbearbeitung und große Bereitschaft der Bevölkerung, erste Hilfe zu leisten, aber: „Natürlich wollen wir uns ständig verbessern. Dafür trainieren wir hart, müssen neue digitale Techniken aufnehmen und brauchen ein weiteres Plus an Erster Hilfe am Notfallort.“