Hans Concin

Kommentar

Hans Concin

Grundsätzlich keine ­Spätimpfschäden

Gesund / 28.05.2021 • 11:30 Uhr

Bei weltweit 1.580.000.000 verabreichten Covid-19 Impfdosen sind nach drei Monaten keine neu aufgetretenen Impfschäden bekannt geworden. Wichtig ist zu wissen, dass Impfschäden zeitnah auftreten. Es gibt keine Langzeitschäden die nach Wochen bzw. nach drei Monaten auftreten. Laut Paul-Ehrlich-Institut sind „Langzeitnebenwirkungen bei Impfstoffen, die erst nach Jahren auftreten, generell nicht bekannt“. In den USA und in der EU sind bisher 490.000.000 Impfungen durchgeführt worden. Ärzte haben die strenge Auflage alle Auffälligkeiten zu melden, die nach den „normalen“ Impfreaktionen in den ersten drei Tagen auftreten.

Zwischen dem 4. und 21. Tag nach dem Stich können seltene aber ernste Komplikationen auftreten:

– Gehirn-Sinusvenenthrombose bei AstraZeneca: ein Fall auf 40.000 (EMA 1:50.000) und beim Janssen J&J-Impfstoff in einem Fall auf 260.000, häufiger bei Frauen und alle unter 60 Jahren. Zwischenzeitlich können wir diese Komplikation rasch diagnostizieren und erfolgreich behandeln.

– Herzmuskelentzündungen nach Pfizer BioNTech: Besonders nach der zweiten Impfung wurde in Israel eine Myokarditis bei 62 von 5.000.000 Geimpften nachgewiesen. Das entspricht einem/r Erkrankten auf 82.000. Besonders betroffen waren sehr junge Männer. Der Verlauf war in den meisten Fällen mild. Wir haben daraus gelernt, dass man sich nach der Impfung nicht überlasten soll. Das gilt ganz besonders für aktive Sportler.

Die Sinusvenenthrombose und die Herzmuskelentzündung sind akute, ernste, wenn auch sehr seltene Komplikationen der Covid-19 Impfungen. Im Vergleich: Die Covid-19 Erkrankten haben wesentlich häufigere und schwerwiegendere akute Komplikationen und bis zu 20 Prozent der Betroffenen haben auch gravierende Langzeitfolgen.

Als Frauenarzt habe ich im Jahr 2007 die Diskussionen wie heute bei der Einführung der HP-Viren-Impfung (HPV) gegen Gebärmutterhalskrebs hautnah erlebt. Gleich am Anfang ist eine gesunde 19-jährige Studentin drei Wochen nach der Impfung von ihren Eltern tot im Bett aufgefunden wurde.

Zwischenzeitlich sind weltweit 300.000.000 HPV-Impfungen durchgeführt worden. In der vierten Schulstufe wird für Buben und Mädchen die (sehr teure) HPV-Impfung ohne Kosten für die Eltern angeboten. In einer Studie, die das Auftreten von chronischen Krankheiten bis zu vier Jahre nach der HPV-Impfung oder des Placebos untersucht hat, zeigte sich, dass bei drei Prozent der Frauen in der Impfgruppe eine chronische Krankheit aufgetreten war. In der Plazebogruppe lag der Anteil neu aufgetretener chronischer Krankheiten bei fünf Prozent! Hinsichtlich von Todesfälle zeigt eine Metaanalyse, dass diese gleich häufig in der Impf- und Plazebogruppe aufgetreten sind. Zwischenzeitlich ist auch klar geworden, dass in Japan und Dänemark gehäuft berichtete „Nebenwirkungen“ von weiblichen Jugendlichen durch Meldungen in sozialen Medien aufgebauscht und möglicherweise verstärkt wurden.

Nach 1,5 Milliarden Covid-19-Impfungen kann man schon ausschließen, dass später Komplikationen auftreten.

Hans Concin

hans.concin@vn.at

Prim. a. D. Dr. Hans Concin, Vizepräsident aks Verein