Auch im Alter in Bewegung bleiben

Mir gefällt es super gut! Ich komme immer am Dienstag und Donnerstag. Als ich noch zu Hause gewohnt habe, war ich viel schlechter beinander. Ich habe enorm von den Bewegungseinheiten hier profitiert. Ruth Reichl (85)
Sozialzentrum SeneCura in Bludenz bietet Bewohnern ein Fitnesstraining.
BLUDENZ Es herrscht eine fröhliche und ungezwungene Atmosphäre im Fitnessraum des Sozialzentrums SeneCura in Bludenz. Nach und nach treffen Bewohner ein, manche sogar mit dem Rollator, um am angebotenen Training teilzunehmen. Anregende Musik ist zu hören. Die Teilnehmer verteilen sich um Geräte wie den Lastzug für das Rückentraining, den Seilzug zur Stärkung von Rücken- und Armmuskeln oder der Vibrationsplatte zur Kräftigung die Beinmuskulatur. Die Anleitungen dazu gibt es von Fitnesstrainer Florian Berlinger. „Mein Ziel ist es, die Leute in Bewegung zu halten, und dies ohne Stress. Ich möchte einfach die Freude an Bewegung und Wohlgefühl vermitteln. Die Teilnahme ist freiwillig“, erläutert Berlinger.
Begonnen wird mit einfachen, leichten Übungen: „Eine Steigerung des Tempos erfolgt immer in Absprache mit den Trainierenden.“ Florian Berlinger betreibt ein Fitnessstudio in Nüziders, am Dienstag und Donnerstag trainiert er mit den Senioren im Sozialzentrum: „Ich biete seit elf Jahren das Training hier an. Für mich ist dies eine schöne Abwechslung zu meinem Arbeitsalltag, der oft auf Leistungssteigerung ausgelegt ist. Der Austausch mit älteren Leuten gefällt mir, die Resonanz ist wertschätzend, und es ist faszinierend zu beobachten, wie viel durch Bewegung, und sei sie noch so gering, erreicht werden kann.“
Das Sozialzentrum SeneCura hat mit dem Training 2010 gestartet. „Wir waren das zweite Pflegeheim in Österreich, das ein Training in einem Fitnessraum angeboten hat“, erinnert sich Heimleiter Daniel Siegl. Die Geräte seien speziell auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt. „Es geht um die Förderung und den Erhalt der Beweglichkeit der Bewohner, was gleichzeitig auch eine Sturzprophylaxe darstellt. Die Übungen werden mit den Physiotherapeuten im Haus abgestimmt“, erklärt Siegl. Über 50 Prozent der Bewohner nehmen mittlerweile regelmäßig an den Übungen teil: „Das Bewusstsein für den Wert eines solchen Trainings hat sich gesteigert. Wenn unsere Bewohner länger fit und beweglich bleiben, erleichtert dies auch uns den Pflegealltag. Der Fitnessraum hat zudem eine soziale Funktion: Er ist ein Ort der Begegnung, und Florian kommt bei den Bewohnern sehr gut an. Er strahlt so viel Lebensfreude aus, das überträgt sich auch auf unsere Senioren.“ BI

Ich bin im „Betreuten Wohnen“ und komme zu jedem Training. Es macht sehr viel Spaß, Florian erklärt alles sehr gut. Die Stimmung ist ungezwungen. Ich war längere Zeit krank, durch das Training geht es mir wieder viel besser. Marlies Schallert (71)

Das Training tut mir sehr gut. Ich bin regelmäßig dabei. Wenn ich einmal nicht zum Training kommen kann, spüre ich das gleich. Es geht mir einfach besser, wenn ich mich regelmäßig bewege. Durch die Anleitungen von Florian entdecke ich auch immer wieder neue Übungsmöglichkeiten. Huberta Vonbrüll (86)