Verantwortung für die Gesundheit

Gesund / 05.03.2021 • 11:13 Uhr
Karin Pürmair setzt in Sachen Gesundheit auf Eigenkompetenz. bi
Karin Pürmair setzt in Sachen Gesundheit auf Eigenkompetenz. bi

Karin Pürmair stellt ihre Produkte für die Hautpflege selbst her.

RÖTHIS Die Hautkrankheit Neurodermitis begleitete Karin Pürmair schon in ihrer Kindheit: „Die Haut war von oben bis unten gerötet, und ich bin oft aufgewacht, weil ich die betroffenen Stellen aufgekratzt und deshalb geblutet habe“, erzählt sie. Ihre Mutter probierte die verschiedensten Behandlungswege aus, neben Hautärzten wurden Naturheiler und Mediziner mit Akupunktur-Ausbildung konsultiert. Doch nichts half anhaltend, schlussendlich musste eine Behandlung mit Cortison durchgeführt werden. Sie linderte zwar den massiven Juckreiz, zeitigte jedoch starke Nebenwirkungen.

Überraschende Erfolge

Die Krankheitsschübe hielten in der Jugend und auch während der darauffolgenden Studienzeit an. „Selbst hochwertige und sehr teure Produkte aus der Apotheke nützten nicht wirklich, und wenn, dann nur kurzfristig. Dies galt auch für Kosmetikprodukte“, schildert Karin Pürmair ihren Leidensweg. Vor rund zwölf Jahren entdeckte die junge Frau schließlich eine einfach umzusetzende Methode, mit der sie ihre Hautprobleme in den Griff bekam: „Ich hatte mich immer schon mit der Wirkungsweise von Kräutern beschäftigt. Die Geburt meiner beiden Töchter führte dazu, dass ich mich noch intensiver damit auseinandersetzte. Es war ein gutes Gefühl, bei unterschiedlichsten Beschwerden mit recht einfachen Mitteln helfen zu können.“ Mithilfe von Recherchen in Büchern sowie im Internet begann Pürmair schließlich, auch ihre Kosmetik selbst anzurühren: „Ich habe ausführlich bei den jeweiligen Spezialisten nachgefragt und dann mit der Produktion von Basics begonnen.“ Die Anwendung dieser Cremes und Lotionen zeigte bald überraschende Erfolge. „Ich bin immer mehr davon überzeugt, dass dies der einzig richtige Weg ist, um Symptome wie bei der Neurodermitis in den Griff zu bekommen. Meine Haut ist nach wie vor meine Schwachstelle, aber ich muss seit zehn Jahren keine Medikamente mehr nehmen und war seither auch bei keinem Hautarzt mehr“, betont die Architektin.

Trend zur Eigenproduktion

Doch es war nicht nur die Verwendung dieser Produkte, die zu einem nachhaltigen Erfolg beitrugen: „Jedem sollte bewusst sein, wie der eigene Körper reagiert. Stress und ein unguter Lebensstil machen sich bei Hautpatienten unweigerlich bemerkbar.“ Für die zweifache Mutter gehören eine gesunde Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft deshalb dazu: „Wobei ich nicht apodiktisch bin, denn wir ernähren uns ganz normal, nur eben zuckerreduziert und mit wenig Fleisch- und Milchprodukten.“

Kompetenzen stärken

Ihr Wissen gibt die 40-Jährige inzwischen in Form von Kursen weiter: „Es nehmen viele Menschen mit Hautproblemen teil. Zudem ist ein Trend spürbar, Kosmetik selber herzustellen. Die Leute wollen wissen, woraus ein Produkt besteht und wie es erzeugt wurde“, erzählt Pürmair. Alle Rezepte, die sie verwendet, bestehen aus wenigen Zutaten. Mit ihren Kursen, die derzeit coronabedingt nicht stattfinden können, wolle sie vor allem das Wohlbefinden der Teilnehmer stärken: „Dabei geht es auch um die Entwicklung von Eigenkompetenz und Selbstverantwortung, denn jeder kann einen Beitrag zur Erhaltung seiner Gesundheit leisten!“ BI

Zur Person

KARIN PÜRMAIR

Geboren 1980

Wohnort Röthis

beruf Architektin, Kursleiterin

Familie verheiratet, zwei Töchter

Hobbys Sport, Bewegung in der freien Natur

Kontakt ukrut.wordpress.com