Die Krebshilfe appelliert: “Warten Sie nicht!”

Wien Zum Darmkrebsmonat März appellieren die Österreichische Krebshilfe und die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) an Österreichs Frauen und Männer, die Darmkrebsvorsorge ab 50 ernst zu nehmen. Obwohl in den letzten Jahren mehr als 10.000 Frühkarzinome oder deren unmittelbare Vorstufen endoskopisch entfernt und damit vielen Menschen aufwendige Therapien, Kummer und Leid erspart werden konnten, würden Menschen die Darmspiegelung nicht wahrnehmen und gerade jetzt, in Zeiten der Pandemie, sei ein genereller Rückgang zu beobachten. „Mit dem Slogan ,Don’t wait – Warten Sie nicht‘ wollen wir der Bevölkerung deutlich machen, dass es fatale Folgen haben kann, aufgrund der Angst vor Infektion mit Covid-19 die Möglichkeit einer effektiven Darmkrebsvorsorge nicht zu nutzen“, unterstreicht Krebshilfe-Präsident Paul Sevelda. Die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie unterstreicht: „Die österreichischen Ordinationen und Spitäler arbeiten mit höchsten Hygienestandards, und es stehen ausreichend Schutzausrüstungen zur Verfügung. Die Wartenzeiten in den Ordinationen werden auf ein Minimum reduziert, die Räume gelüftet. Die Endoskopie-Geräte werden einer chemisch-thermischen Desinfizierung unterzogen, die auch antiviral wirksam ist.“
Mit „Don’t wait“ wenden sich die Verantwortlichen laut Sevelda aber auch an die Gesundheitspolitik, das lange geplante organisierte Darmkrebs-Früherkennungsprogramm jetzt umzusetzen, um die Bevölkerung verstärkt zur Darmkrebsvorsorge einzuladen. Internationale Daten und Daten aus dem österreichischen Pilotprojekt zeigten klar, dass man damit Leben retten und Kosten für aufwendige Therapien sparen würde.