Ältere sind in der ­Pandemie weniger körperlich aktiv

Gesund / 26.02.2021 • 09:56 Uhr
Deutlich mehr Senioren sahen laut der Studie fern. Adobe Stock
Deutlich mehr Senioren sahen laut der Studie fern. Adobe Stock

Wien Die Coronapandemie hatte mit ihren Einschränkungen des täglichen Lebens ambivalente Effekte auf Menschen über 60. Zu diesem Ergebnis kommen der Sozioökonom Lukas Richter (WU Wien) und die Psychologin Theresa Heidinger (Karl Landsteiner Privatuniversität) in einer Studie.

Nicht überraschend war dabei, dass die Senioren ihre körperlichen Aktivitäten reduzierten: 36 Prozent der mehr als 500 Befragten trainierten weniger als üblich, 17 Prozent sogar gar nicht mehr. Ebenfalls stark gelitten haben sogenannte Alltagsaktivitäten. Im ersten Lockdown schränkte die Hälfte ihr Einkaufverhalten ein, ein Viertel verzichtete ganz darauf. Auch ehrenamtliche Tätigkeiten wurden vielfach eingestellt. „Am meisten überrascht“ hat die Wissenschafter die vermehrten Sozialkontakte, vor allem über das Telefon: 81 Prozent gaben an, mehrmals pro Woche mit ihren Kindern bzw. Enkeln gesprochen zu haben. „Es scheint, die Pandemie hat Familien näher zusammengebracht“, sagt Richter. Gleichzeitig gab es auch mehr Kontakt zu Freunden und Bekannten.