Stress schlägt auf den Magen

Die Psyche kann bei Gastritis eine wesentliche Rolle spielen.
Wolfurt Eine Gastritis oder Magenschleimhautentzündung gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Magens. Eine Ursache kann Stress sein. Eine bemerkenswerte Erfahrung in diesem Zusammenhang macht derzeit die Wolfurter Naturheiltherapeutin Doris Jäger. „In meiner Praxis sehe ich eine Häufung von akuter Gastritis vor allem bei angehenden Maturanten“, erzählt sie. Ihre Erklärung: „Distance Learning und damit verbunden familiäre Stressfaktoren tragen zu emotionalen Disharmonien wie Sorgen, Kummer, Ärger und Frustrationen und damit zu Unsicherheiten und Ängsten bei.“
Achtsamkeit lernen
Bei der akuten Gastritis treten starke Schmerzen im Oberbauch auf, die von Übelkeit, Völlegefühl, Erbrechen und Appetitlosigkeit begleitet werden können. Diese Schmerzen verstärken sich in der Regel nach der Einnahme von Lebensmitteln. Sprichwörter wie „Es schlägt mir auf den Magen!“, „Mir dreht es den Magen um!“ oder „Das liegt mir schwer im Magen!“ lassen laut Doris Jäger erahnen, dass die Psyche eine wesentliche Rolle auch bei dieser Art der Beschwerden spielt. „Um eine nachhaltige Gesundung zu erreichen, sind Magenschonkost und Rollkuren zwar hilfreich. Das Hauptaugenmerk sollte dennoch auf die Ausschaltung von seelischen Störfaktoren gelegt werden, damit sich wieder eine ausgeglichene Stimmungslage einstellen kann“, erklärt Jäger. Nein-Sagen, Selbstwertaufbau und Achtsamkeit sind die Hauptfaktoren, zu denen sie rät.
Liegt eine Gastritis vor, sollten zudem diese Tipps beherzigt werden: Kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilen, ebenso die Trinkmenge. Auf Kaffee und Nikotin sollte verzichtet werden, Essen und Getränke sollten weder zu kalt, noch zu heiß sein. Auch Schärfe mag ein gestresster Magen nicht. Ebenso empfiehlt es sich, die Speisen fettarm und nur mild gewürzt zuzubereiten und sich vor allem beim Essen Zeit zu lassen. VN-MM