Radfahren ist auch im Winter gesund
Es stärkt das Immunsystem und beugt Krankheiten vor.
Wien Das Fahrrad wird für immer mehr Menschen zu einem Ganzjahres-Verkehrsmittel. Für heuer rechnet der VCÖ aufgrund der Covid-19-Pandemie mit einer weiteren Zunahme des Radverkehrs. Wer Alltagswege mit dem Fahrrad zurücklegt, statt im Auto zu sitzen, kommt auf eine gesunde Portion Bewegung. Radfahren stärkt das Immunsystem und beugt Erkrankungen vor. Der VCÖ hat 10 Tipps fürs Radfahren im Winter zusammengestellt.
Das Motto „Kalorien statt Erdöl verbrennen“ zu beherzigen, ist nicht nur für das Klima gut, sondern auch für die eigene Gesundheit“, weist VCÖ-Sprecher Christian Gratzer auf die positiven Gesundheitswirkungen des Radfahrens hin. Radfahren stärkt das Immunsystem, beugt Krankheiten vor, und Bewegung wirkt sich auch positiv auf die Stimmung aus, Stresshormone werden abgebaut.
Auf gute Beleuchtung achten
Schon in den vergangenen Jahren war zu sehen, dass zunehmend mehr Leute das ganze Jahr über mit dem Rad fahren. Besonders wichtig in den Wintermonaten ist eine gute Beleuchtung. Der VCÖ empfiehlt einen Nabendynamo und als Rücklicht ein Standlicht, das auch leuchtet, wenn man etwa bei einer Kreuzung steht. Zudem ist beim Fahrrad auf ausreichend vorhandene Reflektoren zu achten. Bei Schnee- und Eisfahrbahn mit etwas niedrigerem Reifendruck fahren, den Sattel etwas tiefer stellen. Nicht abrupt bremsen sowie das Tempo den Fahrbahnverhältnissen anpassen, also gemütlicher fahren. Die Fahrradkette öfters ölen und das Fahrrad häufiger reinigen, Streusalz kann zu Korrosionsschäden führen. Bei höheren Minusgraden kann das Radschloss einfrieren, zur Sicherheit einen Enteiser mitnehmen. Auch Elektro-Fahrräder brauchen keine Winterpause. Bis minus zehn Grad hat ein E-Fahrrad auf jeden Fall problemlos zu funktionieren, so der VCÖ.
Dass Radfahren und Winter kein Widerspruch sind, zeigt die nördlichste Großstadt der EU, Oulu in Finnland. In der 200.000 Einwohner-Stadt beträgt der Radverkehrsanteil im Winter zwölf Prozent.
10 VCÖ-Tipps für das Radfahren im Winter
1. Auf gute Beleuchtung achten, als Rücklicht ist ein Standlicht zu empfehlen. Sichtbarkeit bringt Sicherheit.
2. Darauf achten, dass das Fahrrad mit den vorgeschriebenen Reflektoren ausgerüstet ist (weißer Rückstrahler nach vorne, roter Rückstrahler nach hinten, beide dürfen in den Scheinwerfer oder das Rücklicht integriert sein; seitliche Rückstrahler oder reflektierende Reifen und Rückstrahler an den Pedalen)
3. Funktionieren der Bremsen regelmäßig kontrollieren.
4. Kette reinigen und öfters ölen. Wer heuer viel Rad gefahren ist, sollte das Fahrrad einem Service unterziehen (lassen).
5. Reifen mit gutem Profil verbessern die Bodenhaftung.
6. Sattel bei Eis- oder Schneefahrbahn etwas niedriger stellen.
7. Bei höheren Minusgraden kann das Radschloss einfrieren, deshalb Enteiser mitnehmen.
8. Gute Kleidung: Im Winter gehören Handschuhe und Haube zur Standardausrüstung. Gerade bei längeren Distanzen empfehlen sich mehrere dünne Schichten, da sich der Körper durch fleißiges Treten in die Pedale erwärmt. Helle Kleidung erhöht die Sichtbarkeit.
9. Fahrstil: Besonders aufmerksam und umsichtig fahren. Tempo den Fahrbahnverhältnissen anpassen. Nicht abrupt bremsen. Defensiver fahren. In der dunklen Jahreszeit ist es oft nicht möglich, Blickkontakt mit Autofahrenden herzustellen.
10. Die Fahrbahn kann rutschiger sein, daher besonders bei Kurven und Brücken achtsam sein. Gleiches gilt für Kanaldeckel.