Gesunde Beziehungen steigern die Lebensqualität

Gesund / 24.07.2020 • 10:16 Uhr
Für Jugendliche ist es in belastenden Situationen oft besonders schwierig, die Balance zu halten. Viele brauchen Hilfe.vn
Für Jugendliche ist es in belastenden Situationen oft besonders schwierig, die Balance zu halten. Viele brauchen Hilfe.vn

pro mente Vorarlberg legt den Jahresbericht 2019 vor.

Dornbirn Die pro mente Vorarlberg bietet im Auftrag der Landesregierung seit 30 Jahren ambulante sozialpsychiatrische Betreuung, Krisenhilfe und Prävention an. Menschen ab sechs Jahren werden in Beratungsstellen, Werkstätten, Tageszentren, Wohngemeinschaften und dem sozialpsychiatrischen Dienst (SpDi) betreut. Die Herausforderung, während der Coronapandemie aktiv in Beziehung zu bleiben, war groß. Daher setzten auch die Mitarbeiter der pro mente in der Zeit der Krise auf moderne Medien. Mittels Onlineberatung oder Telefongesprächen wurden die Kontakte zu den Menschen aufrechtgehalten und ergänzen auch weiterhin das Angebot. Geschäftsführerin Margarete Laschalt-Schweigkofler: „Wohlwollende Beziehungen sind ein Schlüssel in der Arbeit mit psychisch beeinträchtigten Menschen“.

Gesunde Beziehungen steigern unsere Lebensqualität und verlängern die Lebenszeit. Im therapeutischen Kontext unterstützen die Mitarbeitenden von pro mente unter anderem Menschen mit Bindungsstörungen. Zu den vielfältigen Aufgaben der pro mente Vorarlberg zählt es, Ressourcen zu aktivieren und Betroffenen neue Lebensqualität zu ermöglichen. Mit der jährlichen Vortrags- und Filmreihe und dem aktuellen Jahresbericht setzt sich die pro mente für eine Entstigmatisierung und Aufklärung im Bereich psychischer Erkrankungen ein.

Der wahre Wert von Beziehungen

Das Jahresbericht-Thema „Lebendige Beziehungen“ hat speziell in den vergangenen Wochen und Monaten große Bedeutung und Aktualität erlangt. Die Pandemie zwang alle dazu, viel Zeit in der Familie oder mit Mitbewohnern zu verbringen.

Im Jahresbericht gehen Fachkräfte in aufschlussreichen Kurzbeiträgen Fragen nach wie: Können virtuelle Kontakte ein hinreichender Ersatz für echte Treffen sein? Welche Bindungsmuster gibt es? Können schlechte Bindungserfahrungen später ausgeglichen werden? Unter anderem wird auch die neurobiologische Komponente des Kuschelhormons Oxytocin erläutert. Für die grafische Aufbereitung der Broschüre zeichnet Sonja Stangl verantwortlich. Der Jahresbericht ist unter www.promente-v.at abrufbar.

Vortragsreihe „Das glückliche Gehirn“

Die im November im Kulturhaus Dornbirn stattfindende dreiteilige Vortragsreihe betrachtet die Wechselwirkung zwischen Körper und Gefühlen unter dem Titel „Das glückliche Gehirn.“

Termine

5.11.2020, Claudia Croos-Müller: Kopf hoch – Mut in schwierigen Zeiten. Eine kleine Anleitung

10.11.2020, Prof. Marianne Gronemeyer: „Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage…“ Die Krise des Sinns und der Sinne in Coronazeiten

25.11.2020, Prof. Günter Schiepek: Das plastische Gehirn – Möglichkeiten, Grenzen und neue Wege

Kontakt und Information:

www.promente-v.at