„Unsere DNA ist immer noch auf Urzeit programmiert“

Gesund / 28.02.2020 • 10:14 Uhr
Die Anti-Aging RevolutionJohannes Huber und Bernd Österle, edition a, 264 Seiten

Die Anti-Aging Revolution

Johannes Huber
und Bernd Österle,
edition a, 264 Seiten

Der Lustenauer Bernd Österle über sein neues Buch „Die Anti-Aging-Revolution“.

Lustenau, Wien Was entsteht, wenn sich ein Personaltrainer und ein Gynäkologe zusammentun? Ein Buch, und zwar eines, das zeigt, wie es sich entspannt abnehmen lässt. Bernd Österle, mehrfacher „Mister Universum Fitness“, und Prof. Johannes Huber, einer der bekanntesten Ärzte Österreichs, orientierten sich bei ihrer Diät an den Ess- bzw. oft unfreiwilligen Fastenmethoden der Urmenschen. „Die wussten am Morgen auch nie, ob sie tagsüber etwas zu essen finden und was“, erklärt Österle. Gleichzeitig wagte er einen Selbstversuch um zu testen, ob überschüssiges Gewicht mit dieser Ernährungsweise in 40 Tagen tatsächlich abgebaut werden kann. Er futterte sich 15 Kilo an, bediente sich dann beim Abnehmen der Steinzeitdiät und: „Es hat funktioniert und zudem noch Spaß gemacht“, versichert Bernd Österle. Das Buch „Die Anti-Aging-Revolution“ ist ab 1. März erhältlich. Die Zusammenarbeit mit Johannes Huber ergab sich durch eine Kundin. „Sie beschaffte mir einen Gesprächstermin, dabei ging es vornehmlich um die Ernährung“, erzählt der Fitnesscoach. Danach rief Huber mit der Idee für ein Buch beim Lustenauer an. Das Projekt kam ins Laufen. Jetzt liegt das Ergebnis vor. Den Selbstversuch bezeichnet Bernd Österle im Rückblick als schwierig, weil er seine gesamte Lebensphilosophie auf den Kopf gestellt habe. Was es an Ungesundem gab, stopfte er in sich hinein, kämpfte zuletzt auch mit gesundheitlichen Problemen, vor allem mit hohem Blutdruck.

Auf Urzeit programmiert

Das änderte sich schnell, als er mit der von ihm und Huber ausgearbeiteten Fastenmethode begann. „Unsere DNA ist immer noch auf Urzeit programmiert“, ergänzt Österle. Deshalb erfährt, wer „spielend schlank“ werden will, immer erst am Morgen, was er an dem betreffenden Tag essen darf, wann er es essen darf und ob er überhaupt etwas essen darf. Österle: „Man zieht eine Karte, auf der stehen kann: Iss was du willst. Oder: Iss gar nichts. Oder: Iss nur Beeren und Pilze. Der spielerische Zugang befreit das Ganze vom üblichen Fastenstress.“ An Abwechslung mangelt es also nicht. Huber lieferte den medizinischen Hintergrund: „Beim herkömmlichen Intervallfasten weiß unser Körper irgendwann genau, wann er Nahrung bekommt und stellt sich darauf ein. Die Wirkung bleibt allmählich aus. Wie die Urmenschen ganz natürlich zu fasten, wird für den Körper nie Routine, weshalb es besonders effizient ist.“ Das Buch nennt auch alle aktuellen Forschungsergebnisse zum Thema Fasten. VN-MM

Vortrag am 11. März 2020, 18:30 Uhr im blugym in Bludenz; Eintritt für blugym Mitglieder frei, ansonsten 15 Euro. Anmeldungen: www.blugym.at/anti-aging