Preis für Vorarlberger Forschung

Vivit-Institut konnte in Amerika mit Studie punkten.
feldkirch Beim Kongress des American College of Cardiology, einem der weltweit führenden Herzkongresse, wurde das Vivit-Institut zur Präsentation von insgesamt elf Forschungsprojekten eingeladen. Die Arbeiten mit Erkenntnissen zu Vorarlberger Patienten behandelten die Auswirkungen von Übergewicht und Körperfettverteilung auf das Herz-Kreislauf-Risiko, genetisch bedingte Risiken für Herzinfarkte und Schlaganfälle sowie Zusammenhänge zwischen neuen Markern für eine gesunde Nierenfunktion und Gefäßerkrankungen.
Einer Goldmedaille gleich
Eine besondere Auszeichnung in Form des „Best Abstract Awards“, der quasi einer Goldmedaille gleichkommt, erhielten die Ärzte aus Vorarlberg für die Aufdeckung eines Schutzfaktors, der die Entstehung von Diabetes verhindern kann. Die Arbeit zeigt, dass Menschen, die genetisch bedingt mehr Zucker durch den Harn ausscheiden, seltener an Diabetes erkranken. Dieses Ergebnis bedeutet einen Paradigmenwechsel in der Diabetesmedizin. Vor über 3000 Jahren wurde der Diabetes in Ägypten tatsächlich als vermehrte Zuckerausscheidung im Harn beschrieben. Heute ist bekannt, dass die Zuckerausscheidung im Harn nicht ungesund und bei Diabetes lediglich die Folge erhöhter Blutzuckerwerte ist. Moderne Diabetesmedikamente, welche die Harnzuckerausscheidung fördern, wirkten in großen Studien lebensverlängernd.