Lehrkrankenhaus für drei Universitäten

Gesund / 21.07.2017 • 09:26 Uhr
Auf Visite in der Intensivstation: Primar Matthias Zitt (r.) und KPJ-­Student Tobias Winder. Foto: Mediart
Auf Visite in der Intensivstation: Primar Matthias Zitt (r.) und KPJ-­Student Tobias Winder. Foto: Mediart

Das Stadtspital Dornbirn erfuhr damit eine deutliche Aufwertung.

Dornbirn. „Die Ernennungen zum Lehrkrankenhaus der Universitäten Wien, Graz und Innsbruck ist eine besondere Bestätigung für den hohen medizinischen Standard des Krankenhauses Dornbirn“, freut sich Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Zugleich würden die Kooperationen auch eine wesentliche Investition für die Zukunft bedeuten: Denn die Medizinstudierenden von heute sind die Ärzte von morgen. „Mit der künftigen Lehrtätigkeit des Krankenhauses ist das Spitzenniveau bestätigt“, zeigt sich auch der Leiter der Chirurgie, Matthias Zitt, zufrieden. Aber: „Wir wollen die Studenten nicht nur ausbilden. Wir wollen sie auch als Ärzte für uns gewinnen.“

Als Lehrkrankenhaus der Medizinischen Universität Innsbruck approbiert und nun auch offizielles Lehrkrankenhaus der MedUni Wien und MedUni Graz bietet Dornbirn jetzt für alle drei Universitäten die Ausbildung für das Klinisch-Praktische Jahr (KPJ) an. In diesem Jahr absolvieren die Medizinstudenten Teile des praktischen Unterrichts in einem akademischen Lehrkrankenhaus.

Von der Theorie zur Praxis

Viel Basiswissen bringen die Studierenden bereits vom Studium mit. „Trotzdem ist man als Ausbildender stets gefordert, sein eigenes Wissen auf dem aktuellen Stand zu halten“, erklärt Matthias Zitt, „weil Studierende gerne Fragen stellen.“ Die angehenden Ärzte sind während des KPJ in den Klinikalltag eingebunden und haben Gelegenheit, das theoretisch erworbene Wissen bei der Patientenbetreuung in der Praxis anzuwenden. Parallel dazu erlangen sie unter Anleitung von Mentoren eine praxisnahe Aus- und Weiterbildung. „Wir freuen uns auf die Studierenden“, betont Chefarzt Primar Walter Neunteufel. Fortbildungen während der Woche sichern gleichermaßen Tiefe wie Breite des medizinischen Fachwissens.