Sicherer mit Köpfchen
Schwere Kopfverletzungen trotz Skihelm: Diese Schlagzeile ist mir unlängst ins Auge gesprungen, und sie hat mich geärgert, weil sich viele so lange dafür stark gemacht haben, dass Skihelme selbstverständlich geworden sind. Gleiches gilt für den Radhelm, wiewohl es da noch Nachholbedarf gibt, und gleiches gilt für Moped- und Motorradhelme. Bei Letzteren wurde die Tragepflicht nicht umsonst in ein Gesetz gegossen.
Nun braucht es nicht für alles eine Reglementierung. Es gibt auch so etwas wie Selbstverantwortung, die wir zu übernehmen haben. Abgesehen davon lässt sich in manchen Dingen mit Freiwilligkeit mehr erreichen. Siehe Skihelm. Wer heutzutage oben ohne auf den Pisten unterwegs ist, fällt richtiggehend auf. Ich habe auch lange geglaubt, ein solches Ding braucht es nicht. Inzwischen kann ich mir eine Skitourenabfahrt ohne Helm nicht mehr vorstellen.
Allerdings sollte niemand dem Irrglauben anheimfallen, ein Helm wäre eine Garantie dafür, bei einem Sturz unverletzt zu bleiben. Wollten wir das, müssten wir entweder zu Hause bleiben oder uns in eine Rüstung zwängen. Beides klingt irgendwie unbequem. Trotzdem neigen Menschen gerne dazu, eine Sicherheitsausrüstung als Lebensversicherung zu betrachten. Doch das spielt sich nicht. Auch wenn es pathetisch klingt: Das Schicksal lässt sich nicht kaufen. Daher können Helme, Lawinenairbags und was es da sonst noch alles gibt, immer nur so gut sein wie unser Verhalten es ist. Deshalb: Passen Sie auf sich auf und tun Sie, was Sie tun, mit Köpfchen.
marlies.mohr@vn.at
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