Erfolgreiche Nephrologie

Gleich zwei Ärzte wurden für wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet.
feldkirch. Oberarzt Emanuel Zitt erhielt den „Durig-Böhler-Preis“, Oberärztin Hannelore Sprenger-Mähr den „Anerkennungspreis für die Gesundheitsversorgung des Landes“. Beide Forschungsarbeiten wurden von der Gesellschaft der Ärzte in Vorarlberg, die unter der Leitung von Präsident Primar Richard Bauer steht, im Rahmen einer kleinen Feier ausgezeichnet. Der Nephrologe nimmt in seiner Arbeit dialysepflichtiges Nierenversagen abhängig von der ursächlichen Nierenerkrankung genau unter die Lupe. Sprenger-Mähr wiederum untersucht die Ursachen einer schweren akuten Nierenschädigung, die eine Dialysetherapie erfordert, jedoch nicht auf einer Intensivstation behandelt werden muss. Beide Arbeiten wurden unlängst in der Wissenschaftszeitschrift „PloS One“ veröffentlicht.
Vorarlberger Daten
Für die Studie, die in Zusammenarbeit mit dem aks und dem Österreichischen Dialyse- und Transplantationsregister entstand, hat Zitt die Daten von 185.341 Vorarlbergern herangezogen. „Während in früheren Arbeiten das dialysepflichtige Nierenversagen als ein einheitliches Endstadium einer Erkrankung gesehen und dafür verschiedene Risikofaktoren identifiziert wurden, fand sich in der aktuellen Studie ein charakteristisches Risikomuster mit unterschiedlicher Bedeutung der einzelnen Faktoren, abhängig von der zugrunde liegenden Nierenerkrankung“, beschreibt Emanuel Zitt. Die Bedeutung dieser Studie liegt auch darin, dass die neuen Erkenntnisse 1:1 auf die Bevölkerung angewandt werden können.
Sprenger-Mähr beobachtete bei 128 Patienten, dass die überwiegende Zahl bereits mit Nierenversagen ins Krankenhaus kam. Die Betroffenen sind ältere Menschen, die Medikamente einnehmen, die bei Flüssigkeitsmangel die Nierendurchblutung beeinträchtigen können. In einer Akutsituation sollten deshalb Diuretika oder Blutdruckmittel vorübergehend nicht eingenommen werden.