Der Sommer gehört jetzt den Hüftpatienten

OP-Kapazitäten im LKH Bludenz werden genützt. Foto: KHBG
Orthopädie des LKH Feldkirch und Unfallchirurgie in Bludenz arbeiten zusammen.
Bludenz. Seit Anfang Juli werden im Landeskrankenhaus Bludenz wieder endoprothetische Operationen durchgeführt. Konkret betrifft dies Hüftimplantate. Wie die VN mehrfach berichteten, gibt es dazu eine Kooperation zwischen der Orthopädie des Landeskrankenhauses Feldkirch und der Unfallchirurgie am Landeskrankenhaus Bludenz. Insgesamt sollen in den Sommermonaten rund 150 Patienten, die eine neue Hüfte brauchen, in Bludenz operiert werden.
Planbare Eingriffe
Die Planungen nahmen die Abteilungsleiter Primar Christian Bach (Orthopädie Feldkirch) und Primar Thomas Baerenzung (Unfallabteilung Bludenz) gemeinsam mit der Chefärztin des LKH Bludenz, Primaria Ruth Krumpholz, und der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) vor. Ziel war eine effiziente Zusammenarbeit, um zum Vorteil der Patienten die Kapazitäten im LKH Bludenz während des Sommers optimal ausnutzen zu können. Im Winter werden die Operationsräume wieder mit verunfallten Wintersportlern ausgelastet sein, deshalb gilt diese Kooperation nur bis Ende November.
„Diese Maßnahme stellt wirtschaftlich eine sinnvolle Ressourcennutzung dar und ist eine gute Möglichkeit, die Wartezeiten auf planbare Eingriffe zu verkürzen“, sieht KHBG-Geschäftsführer Gerald Fleisch in dieser LKH-übergreifenden Zusammenarbeit mehrere Vorteile.
Bei Endoprothesen handelt es sich um Implantate, die dauerhaft im Körper verbleiben und das geschädigte Gelenk, beispielsweise ein Hüftgelenk, ganz oder teilweise ersetzen. In der Medizin unterscheidet man zwischen elektiver (geplanten, meist aufgrund von Abnutzung) und akuter (etwa nach einem Unfall) Endoprothetik. Am LKH Bludenz werden sowohl abnutzungs- als auch unfallbedingte Hüftprothesen operiert. In Frage kommen Patienten mit Hüftproblemen, die keine schweren Nebenerkrankungen haben und bei welchen die Spezialisten von einem normal verlaufenden/unkomplizierten Eingriff ausgehen können.
Frühe Zusammenarbeit
„Die Orthopädie beschäftigt sich seit Generationen mit der Behandlung von Verschleißerkrankungen des Bewegungsapparates, somit auch des Hüftgelenks. Im Rahmen der Zusammenführung der Fächer Orthopädie und Unfallchirurgie ist es sinnvoll, dass die Abteilungen frühestmöglich zusammenarbeiten, um damit eine bestmögliche Patientenversorgung zu erreichen. Ich sehe die Kooperation mit der Unfallchirurgie von Primar Baerenzung somit als große Chance. Die Patienten der Orthopädie Feldkirch werden von den Ärzten der Orthopädie Feldkirch und jenen der Unfallchirurgie Bludenz gemeinsam vor Ort im LKH Bludenz behandelt“, erklärt Primar Christian Bach.
Auch Primar Thomas Baerenzung freut sich über die Kooperation: „Wir sehen Vorteile für die Patienten aus dem Bezirk Bludenz, da die Versorgung wohnortnahe durchgeführt werden kann. Und der Standort Bludenz wird durch die optimale Nutzung von freien Kapazitäten gesichert.“ Seine Abteilung firmiert nun unter dem Titel „Department für interdisziplinäre orthopädisch-traumatologische Versorgung“.
