Es gibt eine wirksame Hilfe bei starken Monatsblutungen

Im LKH Bregenz wird als neue Möglichkeit die Endometriumablation angeboten.
Bregenz. (VN-mm) Menorrhagie: Hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich eine Krankheit, die vielen Frauen jeden Monat das Leben schwer macht, über die aber trotzdem nicht gerne geredet wird. Es geht um eine starke und ungewöhnlich lange dauernde Menstruation. „Leider ist es vielen Frauen noch immer peinlich, über ihre Periode zu sprechen, obwohl die Menorrhagie eine deutliche Beeinträchtigung der Lebensqualität darstellt“, weiß Primar Michael Rohde, Leiter der Gynäkologie und Geburtshilfe im Landeskrankenhaus Bregenz.
Einfach und effizient
Dort kann er jetzt als neueste Errungenschaft die sogenannte Endometriumablation anbieten. „Dank dieser Methode lässt sich die Blutung erheblich reduzieren bzw. sogar gänzlich ausschalten“, erklärt Rohde. Bei der Endometriumablation wird die innere Gebärmutterschicht mittels Radiofrequenzenergie entfernt. Der Arzt spricht von einem einfachen und effizienten Eingriff, als Zielgruppe bezeichnet er Frauen mit abgeschlossenem Kinderwunsch. Laut Rohde ist eine von fünf Frauen von Menorrhagie betroffen.
Eine Endometriumablation bedeutet einen einmaligen minimalinvasiven Eingriff, der lediglich 15 Minuten dauert und unter Lokalanästhesie durchgeführt werden kann. Laut einer klinischen Studie reduziert sich bei 91 Prozent der Frauen die Menstruationsblutung nach dem Eingriff auf ein Normalmaß, bei 41 Prozent bleibt sie sogar gänzlich aus. „Oft wird auch von einem Rückgang der schmerzhaften Perioden und des Prämenstruellen Symptoms (PMS) berichtet“, schildert Michael Rohde die Praxis. Die Methode hat sich inzwischen als Alternative zur Gebärmutterentfernung etabliert. Konkret geht der Eingriff so vor sich, dass der Arzt ein feines Netz in die Gebärmutter einführt, das sich dort dreieckig entfaltet und für 90 Sekunden eine je nach Patientin individuell ermittelte Radiofrequenzenergie abgibt, um die innere Gebärmutterschicht zu entfernen. „Die Endometriumablation kann jederzeit während des Zyklus und ohne hormonelle Vorbehandlung bei Frauen, die keinen Kinderwunsch mehr haben, durchgeführt werden“, erläutert Primar Rohde die Vorteile der neuen Methode.
Allerdings ist im Vorfeld ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin erforderlich. Dass es sich lohnt, das Thema im Bedarfsfall anzusprechen, zeigen die laut Rohde hohe Erfolgsquote und der ebenso hohe Zufriedenheitswert der Frauen nach dem Eingriff.
Fakten
Besprechung/Voruntersuchung:
Gynäkologische Sprechstunde im LKH Bregenz: Montag bis Donnerstag, 8.30 bis 15 Uhr, Freitag, 8.30 bis 12 Uhr
Terminvereinbarungen:
Tel. 05574/401-6032
Montag bis Freitag, 8 bis 9 Uhr und Montag bis Donnerstag, 14 bis 15 Uhr