Bewegt durch das ganze Leben

Mini Med Studium beleuchtet den Wert körperlicher Aktivitäten für jedes Alter.
Wolfurt. (VN-mm) Bewegung ist ein wichtiger Schutzfaktor, wenn es um die Erhaltung der Gesundheit geht. Es kommt nicht nur auf die Ernährung an, sondern auch auf regelmäßige körperliche Aktivitäten. Sie spielen eine ebenso bedeutende Rolle. Tatsächlich ist das Bewegungsverhalten der Österreicher aber noch verbesserungswürdig.
In Vorarlberg wird mit verschiedensten Angeboten versucht, Klein und Groß auf Trab zu halten. Denn wer von Kindesbeinen an aktiv ist, bleibt es in den meisten Fällen. Das werden auch Primar Dr. Karl Benedetto und Primar Dr. Thomas Bochdansky beim Mini Med Studium am kommenden Mittwoch im Cubus in Wolfurt bestätigen. Dazu bringen die Referenten noch praktische Tipps zur Unfallprävention durch Bewegung im Alltag mit.
Lebensqualität erhalten
Wohlbefinden und Vitalität sind wesentliche Voraussetzungen, um sich bis ins hohe Alter ein gutes Maß an Lebensqualität zu erhalten. Bewegung ist ein wichtiger Baustein dazu. Denn sie senkt das Risiko für neurologische Erkrankungen wie Alzheimer oder Schlaganfall sowie Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und Herzerkrankungen. Außerdem haben Studien schon längst erwiesen, dass ein wohldosiertes Training auch eine wirkungsvolle Therapie bei Krebs darstellt. Vor allem auf Brust- und Darmkrebs hat Bewegung einen großen positiven Einfluss. So bietet die Krebshilfe Vorarlberg gezielte Bewegungsprogramme für Tumorpatienten an. Daneben wirkt Bewegung auch stark auf die Psyche. Nicht zuletzt deshalb wird sie bei depressiven Verstimmungen empfohlen und kann bei Burnout-gefährdeten Personen eingesetzt werden.
Sturzgefahr reduzieren
Der eigenen Konstitution angepasster Sport kann sogar die Lebenserwartung steigern. Vor allem im Alter ist Bewegung immens wichtig, um die Sturzgefahr zu reduzieren. Denn bei Senioren sind Stürze der häufigste Grund für eine Pflegebedürftigkeit. Regelmäßiges Training gibt hingegen Sicherheit und kann für eine längere Selbstständigkeit sorgen.
Zur Erhaltung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit eignet sich am besten ein Ausdauertraining, gekoppelt mit Krafttraining. Bereits in moderater Form beeinflusst es die Atmung, die Herz-Kreislauf-Tätigkeit und den Muskelstoffwechsel. Beim Krafttraining geht es vorrangig um eine Vermehrung der Muskelmasse. Ganz wichtig: Muskelkraft gewinnt mit zunehmendem Alter an Bedeutung. Stürzt ein alter Mensch, hängt sein Schicksal oft nur davon ab, ob er die Kraft hat, alleine aufzustehen oder ob er liegen bleiben muss, bis ihn jemand findet.
Mini Med
Bewegung von Anfang an – wichtiger Schutzfaktor für ein gesundes Leben. Unfallprävention durch Bewegung im Alltag und Gelenksschutz. Mit praktischen Tipps.
Referenten: Primar Univ. Prof. Dr. Karl Benedetto, Leiter der Unfallchirurgie im LKH Feldkirch, Primar Univ. Doz. Dr. Thomas Bochdansky, Ärztlicher Leiter der Reha-Klinik Montafon, Schruns
Termin: 11. Juni 2014, Cubus Wolfurt
Beginn: 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr
Eintritt frei