Beste Betreuung auch im Alter

Das Mini Med Studium am Mittwoch widmet sich einem höchst aktuellen Thema.
feldkirch. (VN-mm) Die Menschen werden älter, und damit steigt auch der medizinische sowie pflegerische Betreuungsbedarf. In Vorarlberg gibt es bereits ein gutes Netz aus stationärer und ambulanter Unterstützung. Seniorenheime wurden in den vergangenen Jahren sukzessive modernisiert, Organisationen wie Krankenpflegevereine und Mobile Hilfsdienste ausgebaut. Ambulant vor stationär lautet die Devise. Diesem aktuellen Thema widmet auch das Mini Med Studium einen Schwerpunkt. Bei der Veranstaltung am 26. März im Panoramasaal des LKH Feldkirch erklärt Palliativmediziner OA Dr. Bernhard Schwärzler, was passiert, wenn Körper und Geist nachlassen. Alfred Widtmann von der Landesstelle des Bundessozialamts wiederum liefert Informationen zur häuslichen 24-Stunden-Betreuung.
Zusammenhang belegt
Neben den Genen entscheidet auch der persönliche Lebensstil, wie schnell ein Mensch altert. Manche Gewohnheiten, etwa das Rauchen, lassen Leute älter erscheinen, andere halten Körper und Geist langfristig jung. Dazu gehören ausreichend Bewegung und Schlaf sowie eine ausgewogene Ernährung. Dass es einen Zusammenhang zwischen einem gesunden Geist und einem gesunden Körper gibt, belegen übrigens neuere Studien. Denen zufolge bleiben sportliche ältere Menschen auch geistig länger fit. Sie sind bei der Lösung von Problemen, bei Gedächtnisleistung und rechnerischen Fähigkeiten besser als inaktive Senioren. Daraus folgern Forscher, dass Ausdauertraining selbst auf die Entwicklung von Demenz positiven Einfluss haben könnte. Besonders Demenzerkrankungen stellen die Pflege bekanntlich vor immense Herausforderungen.
Schleichende Veränderungen
Körperliche und geistige Veränderungen kommen schleichend. Warum wir altern, ist noch nicht ganz geklärt. Ebenso wenig weiß man, ob dieser Prozess gestoppt werden kann. Viele Altersforscher gehen davon aus, dass das Erbgut die Teilungsfähigkeit sowie das Wachstum einer Zelle beeinflusst. Demnach sind die Gene bestimmend für die Lebensdauer einer Zelle und damit für die menschliche Lebenserwartung. Allerdings beeinträchtigen äußere Einflüsse die Lebensdauer des Menschen. Dazu zählen Stress, wenig Schlaf, Alkohol, Nikotin, Medikamente, Umweltschadstoffe oder Zellveränderungen.
Wünsche berücksichtigen
Die Wahrscheinlichkeit einer körperlichen Behinderung und Pflegebedürftigkeit am Lebensende beträgt bis zu 90 Prozent. In Vorarlberg wird die Mehrheit der Pflegebedürftigen zu Hause betreut, unterstützt von ambulanten Einrichtungen.
Wichtig ist jedoch immer, die Wünsche und Bedürfnisse des Betroffenen bzw. seiner Angehörigen zu berücksichtigen und im Falle einer häuslichen Betreuung eine gute Zusammenarbeit mit Hausarzt, Hauskrankenpflege und Mobilem Hilfsdienst. Für die Pflege zu Hause werden auch unterschiedliche finanzielle Zuschüsse gewährt.
Mini Med
» Wenn Körper und Geist nachlassen: mit aktuellen Infos zur häuslichen 24-Stunden-Betreuung
» Referenten: OA Dr. Bernhard Schwärzler, Palliativstation, LKH Hohenems; Alfred Widtmann, Bundessozialamt, Landesstelle Vorarlberg
» Termin: 26. März 2014, LKH Feldkirch, Panoramasaal
» Beginn: 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr
» Eintritt frei, auch das Parken in der Tiefgarage des LKH ist für Mini Med-Besucher frei.