Müde durch Eisenmangel
Das Fehlen dieses Stoffes bleibt oft undiagnostiziert und damit unbehandelt.
abklärung. Eisenmangel ist entgegen anderslautender Meinungen ein weitverbreitetes Problem. In Mitteleuropa etwa leidet nahezu jede fünfte Frau im gebärfähigen Alter an Eisenmangel. Im Alter nimmt die Häufigkeit dann auch bei Männern zu. Da die Symptome so vielfältig wie unspezifisch sind, wird Eisenmangel oft nicht erkannt, oder es werden andere Auslöser wie Depressionen, neurologische Störungen, chronische Erkrankungen oder eine starke Menstruationsblutung für die Symptome verantwortlich gemacht. Der eigentliche Verursacher, das Eisendefizit, bleibt dabei oft undiagnostiziert und somit unbehandelt.
Schleichender Prozess
Auch der Verlauf der Beschwerden variiert stark: In manchen Fällen leben Betroffene jahrelang weitgehend beschwerdefrei, bis sich der Eisenmangel bemerkbar macht. In anderen Fällen zeigen sich eisenmangelbedingte Schwierigkeiten sehr deutlich und früh. Je schleichender dieser Prozess vor sich geht, desto mehr gewöhnen sich die Patienten an Energie- und Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Haarausfall, depressive Verstimmungen und andere Folgewirkungen und „schleppen“ sich buchstäblich durchs Leben.
Neben einer Ernährungsumstellung, die in den meisten Fällen unbedingt zu empfehlen ist, müssen Mängel oft medikamentös ausgeglichen werden, um eine positive Vitalstoffbilanz zu erreichen. Die Art der Behandlung eines Eisenmangels richtet sich unter anderem nach dem Ausmaß des Defizits sowie der Dringlichkeit. Vor diesem Hintergrund muss ein kompetenter Arzt entscheiden, welcher Weg der beste für den Patienten ist.