Nur arme US-Teenager werden immer dicker

Gesund / 24.01.2014 • 11:33 Uhr

studie. Der jahrelange US-Trend zur Fettleibigkeit scheint teilweise gestoppt, Jugendliche in den Vereinigten Staaten werden einer Studie zufolge wieder schlanker, allerdings nur, wenn sie aus wohlhabendem Elternhaus stammen. Teenager aus ärmeren Familien nehmen dagegen weiter zu.

Hauptgründe sind Bewegungsmangel und falsche Ernährungsgewohnheiten, wie aus einer Untersuchung von Forschern der Harvard-Universität hervorgeht, die in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht wurde. Die Wissenschafter werteten zwei frühere Erhebungen aus und bezogen sowohl das Einkommen als auch die Bildung der Eltern in ihren Vergleich mit ein.

Zutage trat ein frappierender Klassenunterschied: Während sich das Gewicht bei Kindern von Eltern mit Hochschulabschlüssen seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts im Schnitt verringerte, sei der Nachwuchs von Vätern und Müttern mit einfacher Schulbildung immer dicker geworden. Ähnlich klaffte die soziale Schere auseinander, wenn das Familien-einkommen zum Maßstab genommen wurde. Zwischen ethnischen Gruppen wurde nicht unterschieden.

Bewegung als Unterschied

„Körperliche Betätigung ist der unterscheidende Faktor“, kommentierte Koautorin Kaisa Snellman den herausgearbeiteten Klassenunterschied. „Gebildete Familien treiben viel eher Sport“, sagte sie. Außerdem könnten sich ärmere Familien gesunde Lebensmittel kaum leisten.

Den Studienautoren zufolge erledigen diese Familien ihre täglichen Einkäufe besonders häufig in Tankstellen, Fast-Food-Restaurants und schlecht sortierten Straßengeschäften.