Leben mit Herzschwäche

Gesund / 07.06.2013 • 10:07 Uhr

Eigenverantwortlicher Umgang und Medikamente sichern auch Lebensqualität.

Dornbirn. Herzmuskelschwäche oder Herzinsuffizienz ist eine sehr ernste und eine der meist verbreiteten Erkrankungen in Österreich. Vor allem ältere Menschen leiden daran. Eine Studie der Sozialversicherung hat jetzt ergeben, dass es die betroffenen Patientinnen und Patienten mit der Einnahme der verordneten Medikamente nicht allzu genau nehmen. Mehr als die Hälfte verzichtet demnach darauf, die Arzneien regelmäßig zu schlucken und verzichtet damit auf die Möglichkeit, Lebensqualität und Lebenserwartung zu steigern.

Die Vorarlberger Gebietskrankenkasse hat deshalb in Zusammenarbeit mit den anderen österreichischen Krankenversicherungsträgern sowie in Abstimmung mit der Kardiologischen Gesellschaft und der Ärztekammer die Informationskampagne „Herz gesund – Gut leben mit Herzschwäche“ gestartet. Ziel ist es, die Therapietreue bei Betroffenen zu erhöhen.

Verständliche Botschaften

Damit ist gemeint, dass diese durch klar verständliche Botschaften noch mehr motiviert werden, regelmäßige ärztliche Kontrolltermine wahrzunehmen und die verordnete Therapie dann auch strikt einzuhalten. „Herzinsuffizienz ist heute gut behandelbar“, betont Dr. Günter Winkler, Leitender Arzt der VGKK. „Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Betroffenen die verordneten Medikamente in der entsprechenden Dosierung einnehmen und nicht einfach absetzen, weil es ihnen vermeintlich besser geht.“ Die Folgen: Die Krankheit kehrt mit allen Beschwerden zurück, das Risiko akuter Notfälle steigt.

Ziel der Kampagne ist es, die Therapietreue bei Betroffenen zu erhöhen.

Günter Winkler

Stichwort

Herzinsuffizienz. Als Herzinsuffizienz wird das Unvermögen des Herzens bezeichnet, die vom Körper benötigte Blutmenge bedarfsgerecht zu befördern. Die Erkrankung ist mit einer individuell angepassten Therapie positiv beeinflussbar. In der Regel steht bei einer chronischen Herzinsuffizienz die medikamentöse Therapie im Vordergrund. Die Erkrankung begleitet Patienten über 65 Jahren als häufigste Entlassungsdiagnose aus den Spitälern.